>>Flugplatz Hünxe: Politik kritisiert Geschäftsführer<<

Rheinische Post Wesel berichtet am 23.09.2010 (Auszüge):

KREIS WESEL (kwn) Für 6,13 Millionen Euro ist der Flugplatz Schwarze Heide auf der Ortsgrenze zwischen Hünxe und Bottrop ausgebaut worden. Seit Mitte des Monats können nun auch größere Maschinen auf dem erweiterten Rollfeld starten und landen, teilt Flugplatz-Geschäftsführer Andre Hümpel im Ausschuss für Kreisentwicklung mit. Vielen Politikern war Hümpels Bericht zu dürftig, was zahlreiche Nachfragen zur Folge hatte. Sowohl die Entwicklung der flugplatzaffinen Gewerbegebiete, als auch die Zukunftsprognosen ließen noch zu wünschen übrig, hieß es. Für Hubert Kück (Grüne) waren die Ausführungen Hümpels „Schall und Rauch – einfach blamabel“. VWG-Mann Martin Kuster kritisierte das gesamte Projekt, sprach von „einer Verschwendung von Steuergeldern“. (….)

>> Konzept für Breitband im gesamten Kreis Wesel <<

Die NRZ Kreis Wesel berichtet am 22.09.2010 (Auszüge):

Kreis Wesel Das Verhalten der Niag und dessen Mehrheitsaktionär Rhenus Veniro, der die Verwaltung in Moers verschlanken und den Mitarbeiterstab von derzeit 59 auf 26 verkleinern will, sorgt seit Wochen für Unmut. Zumal bislang kein Verantwortlicher zu einer Stellungnahme zu bewegen war.

Die Kreistagsfraktionen von SPD, Grünen und VWG haben in diesem Zusammenhang bekanntlich eine Rekommunalisierung der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe gefordert. Eigentlich sollte der Antrag gestern im Ausschuss für Kreisentwicklung diskutiert werden. Doch wurde er von der SPD kurzfristig zurückgezogen, um ihn im Kreisausschuss auf den Tisch zu bringen. (….)

Der Wunsch der FDP nach Informationen teilten SPD ( „Wir haben eine Mitverantwortung für die Mitarbeiter“), Grüne („Es wurde gemobbt“) und VWG („Das Thema ist sehr wichtig“).(…)

>> NIAG: Ein langer und steiniger Weg <<

Die NRZ Moers berichtet am 20.09.2010 (Auszüge):

Am Niederrhein. Gemeinsam an einem Strang ziehen wollen die Beschäftigten der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe AG (NIAG) und die Fraktionen von SPD, VWG und Grünen im Kreistag Wesel. Dies bekräftigten der Betriebsrat und die Kreistagspolitiker im Anschluss an ein Gespräch im Weseler Kreishaus. (…)

Die Fraktionen von SPD, Grünen und VWG hatten bekanntlich einen Antrag in den Kreistag eingebracht, in dem die Kreisverwaltung gebeten wird, ein Konzept zum Rückkauf der veräußerten Mehrheitsbeteiligung zu entwickeln. (…)

„Schwarz-gelb ist seinerzeit bei dem Verkauf ideologisch verfahren und hat den Wert der kommunalen Daseinsvorsorge mit Füßen getreten“, sehen Grünen-Fraktionssprecher Hubert Kück und VWG-Fraktionsvorsitzender Martin Kuster CDU und FDP in der Verantwortung.

SPD, Grüne und VWG hatten sich 2004 gegen einen Verkauf der NIAG-Anteile ausgesprochen. (…)

Letztlich ginge es neben den Beschäftigten auch um die Bürgerinnen und Bürger. Qualitätsverluste, die mit Blick auf den geplanten massiven Abbau des Personals zwangsläufig zu Lasten der Fahrgäste gehen, seien zu befürchten. (…)

>> Bottrop und Hünxe planen alleine <<

Die WAZ Bottrop berichtet am 8. September 2010 (Auszug) über weitere Verzögerungen und Probleme beim Gewerbepark „Flugplatz Schwarze Heide“, die deutlich machen, dass die angebliche Ansiedlung von 500 Arbeitsplätzen völlig illusorisch ist:

(…) Schüttler nannte einen weiteren entscheidenden Unterschied zu der bisherigen Planung: Bottrop und Hünxe können nun in zwei getrennten Bauabschnitten unabhängig voneinander planen und bauen – der Beginn eines langsamen Abschieds vom interkommunalen Gewerbegebiet? Bei der Neuplanung greift die Stadt Bottrop zudem erneut auf die Flugplatzstraße für die Erschließung des Gewerbegebietes zurück. Die bisherige Anbindung über Hünxer Gebiet wurde ersatzlos gestrichen, es sei denn die Gemeinde Hünxe nimmt diese Idee wieder auf. Die Größe des Gewerbegebietes auf dem Gebiet der Nachbargemeinde bleibt unangetastet.

Nicht nur auf die Landwirte muss die Stadt bei der Umplanung Rücksicht nehmen, auch auf den einzigen Anwohner an der Flugplatzstraße. „Da hat es bereits Gespräche gegeben, weitere folgen“, bestätigte Schüttler auf Anfrage von Willi Urban (ÖDP). Die neue Lösung halte drei Meter Abstand zu dem Privatgrundstück. Die erste der nunmehr drei Planungsvarianten mit Erschließung über die Flugplatzstraße hatte der Anwohner mit einer Klage vor dem Oberverwaltungsgericht Münster zu Fall gebracht.

>> Niag-Betriebsrat erfreut über Unterstützung <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 18.09.2010:

Gemeinsam an einem Strang ziehen wollen in Sachen Niag die Beschäftigten und die Fraktionen von SPD, VWG und Grünen im Kreistag Wesel. Dies bekräftigten der Betriebsrat und die Politiker gestern im Anschluss an ein Gespräch im Kreishaus. „Wir stehen zu unserer Verantwortung für die Beschäftigen der Niag“, machte SPD-Fraktionschef Peter Kiehlmann deutlich. Die Fraktionen von SPD, Grünen und VWG hatten einen Antrag in den Kreistag eingebracht, in dem die Kreisverwaltung gebeten wird, ein Konzept zum Rückkauf der veräußerten Mehrheitsbeteiligung zu entwickeln. (RP berichtete). „Wir sind dankbar, dass wir aus der Kreispolitik Unterstützung erfahren“, sagte Betriebsratsvorsitzender Harald Winter nach dem Gespräch. Schließlich halte der Kreis immer noch 43 Prozent der Anteile. SPD, Grüne und VWG hatten sich 2004 gegen den Verkauf der Niag ausgesprochen. Winter: „Wir begrüßen den Antrag zur Rekommunalisierung, machen uns aber keine Illusionen über den steinigen Weg, der jetzt bevorsteht.“ Es ginge auch um die Bürger. Qualitätsverluste, die durch den geplanten massiven Abbau des Personals zwangsläufig zu Lasten der Fahrgäste gehen, ständen zu befürchten.