>> VWG wünscht sich eine Doppelspitze <<

Die NRZ Wesel berichtet am 4. Februar 2011 (Ausschnitte):

Kreis Wesel. Das ist die entscheidende Frage. Sieht Landrat Dr. Ansgar Müller in seinem am Mittwoch vorgestellten neuen Organisationsplan der Verwaltungsspitze als einen Entwurf an oder will er ihn so ohne große Diskussionen und Änderungen durchziehen.

„Einen Entwurf mit Hand und Fuß“ nennt SPD-Fraktionschef Peter Kiehlmann das vorgelegte Organigramm der Verwaltung.(…..)

Martin Kuster (VWG) will erst einmal abwarten, ob Landrat Müller das vorgelegte Papier als Entwurf versteht oder nicht. Er rechnet damit, dass nun der Landrat den Dialog sucht. Und auch noch Veränderungen vornimmt. Denn den Mitgliedern der VWG-Fraktion passt es gar nicht, dass nun der Landrat allein über die fünf Vorstandsbereiche angesiedelt ist. “ Wir wollen eine Doppelspitze“; so Kuster im Gespräch mit der NRZ. Auch der Kreisdirektor sollte für einige Vorstandsbereiche verantwortlich sein.

Die „Hysterie von CDU und Grüne“ könne er nicht nachvollziehen. Denn seiner Ansicht nach, handelt sich um einen Entwurf, der noch verändert werden kann. Im Grundsatz ist seine Fraktion mit den geplanten Veränderungen aber einverstanden. Kuster geht davon aus, dass durch das Verschmelzen der Ebenen der Dezernenten und Fachbereichsleiter mittelfristig Personalkosten eingespart werden.

>> Neuorganisation im Kreishaus <<

Die Rheinische Post berichtet am 4. Februar 2011 (Ausschnitte):

Landrat Dr. Ansgar Müller erntet für seine zur Jahresmitte angekündigte Verwaltungsreform im Kreishaus nicht nur Kritik. Nachdem er von CDU und Grünen wegen seines „selbstherrlichen Alleingangs“ heftig getadelt worden ist (RP berichtete), bekam er gestern von der SPD uneingeschränkte Rückendeckung. Auch die Freien Wählergemeinschaften (VWG) loben den vorliegenden „Entwurf“ zwar, wollen aber die Machtfülle des Landrates begrenzen.

Bekanntlich möchte Müller die Dezernate mit den Fachbereichen „verschmelzen“. Damit fällt eine Hierarchie-Ebene weg. Unter der Allzuständigkeit des Landrates soll es künftig fünf Verwaltungsbereiche geben, einen mehr als Dezernate. Neuer Mann im Vorstand ist neben Kreisdirektor Ralf Berensmeier, Kämmerer Peter Giesen, Lars Rentmeister (Sicherheit und Ordnung), Martin Wegner (Bauen und Planung) nun Michael Maas (SPD), noch Vize-Chef der Entwicklungsagentur (EAW). Er bekommt neben der Zuständigkeit für die EAW, die weiter von Michael Düchting geleitet wird, das Schulressort. (…)

SPD-Fraktionschef Peter Kiehlmann ist ganz auf der Linie des Landrats. Der Entwurf habe „Hand und Fuß“. Er betont wie Müller den „mittelfristigen Spareffekt“ von einer halben Million Euro pro Jahr. So einig scheint die Fraktion nicht. Nach RP-Informationen gibt es Kräfte, die nach dem geplatzten Bündnis mit Grünen und VWG nun die gerade begonnene sachliche Zusammenarbeit mit der CDU massiv belastet sehen.

Die VWG lobt den Organisationsentwurf und sieht sich durch Verschlankung in der Verwaltungsführung bestätigt. Allerdings möchte VWG-Sprecher Martin Kuster ganz oben „eine Doppelspitze“: Kreisdirektor, einzig vom Kreistag auf Zeit gewählter Spitzenbeamter, und Landrat sollten sich die Verantwortung für je zwei Vorstandsbereiche teilen. Er setze in den politischen Verhandlungen auf die Kompromissbereitschaft Müllers. Die VWG will sich von „parteipolitischem Gezänk“ fernhalten.

>>Landrat will neue Verwaltungsstruktur<<

Die NRZ Wesel berichtet am 3. Februar 2011:

Die Spitze der Kreisverwaltung wird verändert. Landrat Dr. Ansgar Müller präsentierte gestern die neue Struktur, die auf dem Vorstandsbereichsmodells beruht und ohne Dezernate und Fachbereiche auskommt. Die Ebenen der Dezernenten und der Fachbereichsleiter verschmelzen zu einem fünfköpfigen Vorstand. Damit erreiche man drei positive Effekte, so der Landrat: „Die Einsparung von Personalkosten, den Abbau einer Hierarchieebene und die Beschleunigung der Informations- und Prozessabläufe.“

Die neue Struktur werde mit dem vorhandenen Personal umgesetzt, Neueinstellungen sind nicht beabsichtigt. Nachdem der derzeitige Umweltdezernent Hans-Joachim Berg zum 31. Mai 2011 ausscheidet, will Landrat Müller das Konzept umsetzen. Nach der vollständigen Umsetzung des Modells erwartet Müller eine Personalkosteneinsparung von rund einer halben Millionen Euro pro Jahr.

>> Landrat organisiert Verwaltung um <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 3. Februar 2011 (Auszüge):

Mitten im Ringen um die Kreisfinanzen präsentiert Landrat Dr. Ansgar Müller ein neues Organisationsmodell für die Chef-Etage im Kreishaus. Die alten Dezernate sollen mit der Fachbereichsleiter-Ebene „verschmelzen“. Das soll nicht nur zu einem schlankeren Kopf und flacheren Hierarchien führen, sondern auf Sicht Personalkosten in einer Größenordnung von einer halben Million Euro einsparen. Damit lege er als Verwaltungschef noch zehn Prozent oben drauf auf die angepeilten fünf Millionen Euro Einsparung pro Jahr, so Müller. (…)

Müller räumte auf RP-Nachfrage ein, dass es in der Politik im Vorfeld seiner Entscheidung „sehr differenzierte Bewertungen“ seines Plans gegeben habe – sprich: Ärger. Der Plan sieht vor, dass künftig unter dem Landrat fünf Vorstandsbereiche angesiedelt sind, einer mehr als die bisher vier Dezernate. Müller geht davon aus, dass durch aktuelle Stelleneinsparungen erste nachhaltige Sparerfolge erzielt werden. Mit Michael Maas holt er einen Genossen in den Vorstand und schneidet ihm einen Bereich zu. (…)

>> Wieder Angst bei der Niag <<

Die NRZ Moers berichtet am 22. Januar 2011 (Ausschnitte):

Die Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg (VMR) melden Insolvenz an – und in Moers wird gezittert, weil die Niederrheinische Verkehrsbetriebe (Niag) densleben Eigentümer haben wie das Unternehmen im Ostwestfälischen: Rhenus Veniro (…) hält 51 Prozent der Niag-Anteile, der Rest am früher komplett im Besitz der öffentlichen Hand befindlichen Verkehrsunternehmen liegt beim Kreis Wesel.

Was passiert mit den Niag-Arbeitsplätzen? Droht ein Lohndumping? (…)

Die Stimmung bei den Niag-Mitarbeitern ist mehr als schlecht. Es gibt viele, die Rhenus Veniro vorwerfen, die VMR plattgemacht zu haben. Der Betriebsrat sei keine große Hilfe. (…)