>>Unabhängige Rentner gegen Doppelhaushalt<<

Rheinische Post Moers berichtet am 03.05.2011:

Moers. Auch nach der Ablehnung des Rates, in Moers eine Familienkarte einzuführen, will die Wählergemeinschaft „Unabhängige Rentner Moers“ bei dem Thema am Ball bleiben. Pressesprecherin Marianne Meylahn hofft, dass über den Kreistag das in Duisburg erfolgreiche Angebot auch in Moers installiert werden kann.
Den Moerser Doppelhaushalt für 2011 und 2012 wird Ratsmitglied Herbert Meylahn ablehnen. Es sei
„Kaffeesatzleserei“, heute schon die Einnahmen und Ausgaben für 2012 berechnen zu wollen. die Sparvorschläge gingen zu Lasten der Bürger.

>> Machtkampf geht in die nächste Runde <<

Die NRZ Niederrhein berichtet am 30. April 2011 (Auszug):

Der Machtkampf zwischen dem Landrat des Kreises Wesel, Ansgar Müller, und der Mehrheit des Kreistages geht weiter. Jetzt hat Müller am Donnerstag, 19. Mai, 16 Uhr, den Kreistag zu einer Sondersitzung einberufen. Die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und VWG hatten das gefordert.

Hintergrund: Der Landrat hatte Beschlüsse des Kreistages aus den Sitzungen vom 7. April 2011 und 29. März 2001 beanstandet. Damit wollte eine Mehrheit im Kreistag die Ausschreibung einer frei werdenden Dezernentenstelle erzwingen. Müller dagegen plant, die Verwaltungsspitze nur umzustrukturieren und einen neuen Vorstandsbereich zu schaffen. Nach der Gemeindeordnung muss der Kreistag nun die Beanstandung durch den Landrat beraten. (…)

>> Streit um Kompetenzen: Sondersitzung ohne Müller <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 30. April 2011:

Landrat Dr. Ansgar Müller lädt für Donnerstag, 19. Mai, 16 Uhr, zur Sondersitzung des Kreistages ein. Wie die Verwaltung gestern mitteilte, folge der damit auch dem ausdrücklichen Terminwunsch der Fraktionen von CDU, Grünen, FDP und VWG, obwohl er an diesem Tag selber verhindert sein werde. Die Sitzung wird daher von einem seiner Stellvertreter geleitet. Die vier Fraktionen hatten die unverzügliche Einberufung des Kreistages beantragt. Hintergrund ist die Auseinandersetzung um Kompetenzen Müllers beim Umbau der Verwaltungsspitze (RP berichtetet). Beschlüsse dazu hatte der Landrat erwartungsgemäß beanstandet. Konsequenz ist, dass der Kreistag Müllers Begründungen beraten muss. Denn schon zum 1. Juni sollen die Personalentscheidungen wirksam werden.

>> Beständig dicke Bretter bohren <<

Die Rheinische Post Xanten berichtet am 23. April 2011:

Hans-Peter Feldmann und Martin Kuster machten in dieser Woche den „Bypass“ genannten Nordkanal im Gespräch mit den SPDLandtagsabgeordneten vom Niederrhein wieder zum Thema – sowohl für den Hochwasserschutz als auch als wirtschaftlich nutzbare Wasserstraße für Europa. Lohn der Hartnäckigkeit: Beide stellen jetzt die Argurnente aus zahlreichen Studien für die Beratung der Abgeordneten im Landtag zusammen.

>> Den Bypass wieder aufgerollt <<

Die Rheinische Post Xanten berichtet am 19. April 2011:

Hochwasserschutz für den Niederrhein: Das Schadenpotenzial ist 200 Milliarden Euro gigantisch, doch der Tatendrang bleibt gebremst. Hans-Peter Feldmann und Martin Kuster sprachen jetzt mit SPD-Abgeordneten.

Xanten Um die Diskussion um einen Hochwasserschutz in Schwung zu halten, der nicht nur aus einer ständigen Erhöhung der Deiche besteht, nutzen Feldmann und Kuster die gesamte Klaviatur. Erst vor wenigen Wochen hat sich der Birtener Hans-Peter Feldmann, Sprecher der Hochwasserschutz-Initiative (HWS), mit dem CDU-Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz getroffen. Denn wirksamer Hochwasserschutz am Niederrhein ist – so Feldmann – auch eine europäische Aufgabe. Der HWS-Sprecher lässt nicht locker, die Politik an die zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema „Nordkanal“ zu erinnern, der inzwischen Bypass zwischen Maas und Rhein genannt wird.

Einsatzleitstelle im Keller

Für Martin Kuster, Vorsitzender der Kreistagsfraktion der Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) kommt überdies hinzu, dass der Kreis Wesel keinen Katastrophenschutzplan für den Fall der befürchteten großen Hochwasserkatastrophe am Niederrhein hat. Und die werde zwangsläufig kommen. Feldmann: „Das Prinzip Oberlieger schützen Unterlieger funktioniert nicht, weil am Oberrhein nicht ausreichende Ausdehnungsflächen für den Rhein ausgewiesen werden können. Zudem haben wir am Niederrhein kein normales Flussgebiet; hier kommen noch zahlreiche Senkungsmulden hinzu, die der Bergbau verursacht hat.“ Und Kuster spottete im Gespräch mit der RP: „Dafür verlegt der Landrat die Einsatzleitstelle aus Kostengründen ins Untergeschoss des Kreishauses. Und das liegt unbestritten und nachgewiesen im Hochwassergebiet.“

Rund eineinhalb Stunden lang ließen sich in der vergangenen Woche die SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Roth, Norbert Meesters, Andre Stinka und Ibrahim Yetin in die Thematik einführen. „Aufmerksame Zuhörer“, attestierten Feldmann und Kuster anschließend, „auch wenn sie beim Thema Nordkanal geschluckt haben.“ Mit dem Nordkanal ist die Fortsetzung des Albertskanal gemeint, der heute bereits von Antwerpen bis Maastricht reicht. Er wäre – so berufen sich Feldmann und Kuster auf vorliegende Studien – nicht nur ein Bypass für die Ableitung extremer Hochwasser, sondern könnte als Wasserstraße auch wirtschaftlich genutzt werden. Planungen wie der „Eiserne Rhein“ könnten verzichtbar werden und die Betuwe-Linie verlöre an Bedeutung. Die Planung einer solchen Wasserstraße ist nicht neu. Feldmann: „Bereits Napoleon plante den Nordkanal, der Wasserkreuz mit der Maas und der Niers vorsah – wenn auch aus anderen Beweggründen.“ Die wirtschaftliche Bedeutung des Nordkanals macht das Projekt wieder interessanter. Denn Feldmann geht davon aus, dass sich der Warenverkehr zwischen Europa, den arabischen Ländern und Fernost nach Antwerpen mit dem Lückenschluss im Gotthardtunnel neu orientiert.

Fakten zusammenstellen

Mit der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung und der Einbindung der EU sehen auch die SPD-Abgeordneten ein Packend, um die Diskussion im Landtag aufzurollen. Hans-Peter Feldmann und Martin Kuster haben jetzt den Auftrag angenommen, alle Fakten für die politische Diskussion in Düsseldorf zusammenzustellen. Feldmann: „Dafür benötigen wir rund zwei Monate Zeit.“