>> Müller beharrt auf Position <<

Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 25. September 2008 (Ausschnitt):

Konfrontation pur auch beim zweiten Kernthema, das die FDP für den Landrat unverhofft auf die Tagesordnung katapultierte: seine Radio-Affäre. „Treten Sie zurück“ (Kück, Grüne), „Im ersten Jura-Semester beim Thema Pressefreiheit gefehlt“ (Terwiesche, FDP), „Ich habe es nicht glauben wollen“ (Kuster, VWG), „Erinnert an Stasi“ (Josef Devers, CDU) – Dr. Müller bekam eine ganze Palette von Vorwürfen ab, wobei der Stasi-Vergleich vom sitzungsleitenden Stellvertretenden Landrat Heinz-Dieter Bartels (CDU) als „unzulässig“ zurückgewiesen wurde und Fischer (SPD) um „Unaufgeregtheit“ bat. Müller selbst, sichtlich in die Enge getrieben, beharrte auf seiner Position. (…)

>> RVR: SPD bremst Mehrheit aus <<

Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 25. September 2008 (Ausschnitte):

Konfrontation pur: Nach leidenschaftlicher Diskussion um Mitgliedschaft im Regionalverband Ruhr scheitern die Austrittswilligen (CDU, Grünen, FDP und VWG) an Zwei-Drittel-Marke.  (…)

45 Ja-Stimmen hätte es für einen Austritt aus dem RVR geben müssen. 42 waren es gestern Abend nach bald zweistündiger Diskussion voller Leidenschaft. Damit war die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit in geheimer Abstimmung verfehlt und der Verbleib im Regionalverband besiegelt. Rein rechnerisch bedeutet das Ergebnis im Kreistag (66 Sitze plus Landrat, zwei SPD-Mitglieder fehlten), dass CDU (27), Grüne (sieben), FDP (fünf) und Vereinigte Wählergemeinschaften (zwei) sowie ein abtrünniger Genosse für den Austritt gewesen sein müssen.  (…)

In der breiten Aussprache selbst wurden all jene Argumente aufpoliert, die in den vergangenen Wochen kreisweit die Diskussion beherrscht hatten. (…) Martin Kuster (VWG) beschränkte sich auf „rein sachliche Gründe“: So habe sich die Regionalplanung bei der Bezirksregierung in Düsseldorf bewährt. Und das Gutachten zu den finanziellen Vorteilen spreche „eindeutig für den Austritt“ – der Kreis Wesel sei Nettozahler. (…)

Radio-Affäre Müller: CDU und FDP legen nach

Rheinische Post Moers berichtet am 24.09.2008 (Ausschnitt):

KREIS WESEL Der Interventionsversuch des Landrats bei Radio KW strahlt weiter aus. Wie berichtet, hatte Dr. Ansgar Müller noch während der Sitzung des Kreisausschuss – mit dem sensiblen Thema RVR – in einer Pause den Sender angerufen, um seine Verwunderung über den Einsatz von Julia von Lehmden zum Ausdruck zu bringen. Die Redakteurin ist Tochter seines politischen Gegners Dr. Hans-Georg Schmitz (CDU). Das Verhalten Müllers wurde unter anderem von Grünen und VWG bereits scharf kritisiert. Gestern legten Spitzen aus CDU und FDP im Kreistag nach, während Hellmut Fischer abwiegelte. „Ich rate allen Beteiligten zu Unaufgeregtheit“, sagte der Vorsitzende der SPD-Fraktion.

Radio-Affäre Müller strahlt aus

Rheinische Post Moers berichtet am 23.09.2008 (Ausschnitt):

Landrat wegen seiner Intervention bei Radio KW unter Beschuss: Hubert Kück (Grüne) fordert den Rücktritt des Verwaltungschefs, der „unberechtigte Vorwürfe“ zurückweist. Sender steht hinter seiner Redakteurin.

KREIS WESEL Landrat Dr. Ansgar Müller steht wegen seines Interventionsversuchs bei Radio KW (RP berichtete exklusiv) weiter in der Kritik. Nach der Weseler FDP meldeten sich gestern auch die Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) und die Grünen mit Unverständnis für das Verhalten des Verwaltungschefs. Wie berichtet, hatte Müller am Donnerstag in einer Pause des Kreisausschusses mit dem Sender telefoniert, weil dieser die Redakteurin Julia von Lehmden, die Tochter des politischen Gegners, CDU-Fraktionschef Dr. Hans-Georg Schmitz, zur Sitzung mit dem sensiblen Thema RVR geschickt hatte.

(…) Falls sich bewahrheiten sollte, dass Müller die Sendung eines Beitrags verhindern wollte, „muss der Jurist Müller nochmals die Schulbank drücken, um zu erfahren, dass wir in einer Demokratie mit Gewaltenteilung leben“, sagte Claus Peter Küster (FBG Moers/Mitglied der VWG).

Weseler Landrat Dr. Müller kritisiert Radio KW wegen der Besetzung einer Kreisausschuss-Sitzung

NRZ Moers berichtet am 23.09.2008 (Auschnitt):

KREIS WESEL. Die Wellen der Empörung schlagen hoch: „Apparatschik-Manier“ wirft der Weseler FDP-Fraktionschef Friedrich Eifert dem Landrat des Kreises Wesel, Dr. Ansgar Müller, vor. „Ein unentschuldbarer Fauxpas“, schreibt Claus Peter Küster, Vorsitzender der Moerser Wählergemeinschaft FBG. „Ich bin bass erstaunt, wie der Landrat mit der Pressefreiheit umgeht“, erklärt Hubert Kück, Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Kreis.