VWG wollen zwei Sitze mehr

Rheinische Post Wesel berichtet am 04. Dezember 2008:

Kreis Wesel (RP). Die Reserveliste der Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) für die Kreistagswahl 2009 steht. Martin Kuster (Voerde) und Marianne Meylahn (Moers), die aktuell dem Kreistag angehören, stehen wieder an der Spitze. Auf den dritten Listenplatz wurde Hans-Peter Feldmann (Xanten) gewählt. Es folgen Bettina Freitag (Kamp-Lintfort); Dieter Bitters (Hamminkeln), Ronald Feenstra (Xanten), Daniel Baatsch (Voerde), Stefan Doll (Moers), Helmut Hoffmann (Hamminkeln) und Klaus-Dieter Handrick (Kamp-Lintfort).  Ob die VWG einen eigenen Landratskandidaten ins Rennen schicken, wollen sie im März entscheiden, vorher die anderen Aspiranten einladen. Im Gegensatz zu 2004 wollen die VWG im kommenden Jahr in allen Wahlkreisen antreten. Ziel: Verdoppelung der Sitze im nächsten Kreistag um zwei auf vier.

>> Katholiken wollen es wissen <<

Die Rheinische Post Dinslaken berichtet am 7. November 2008 (Auszüge):

Die Kommunalwahl ist erst im Juni. Doch die Katholiken im Kreis Wesel wollen es frühzeitig wissen. Ihr Kreiskomitee hatte Spitzenpolitiker der Kreistagsfraktionen zum Gespräch über ihre Vorstellungen und Wahlprogramme gebeten.

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Die vom Vorsitzenden des Kreiskomitees der Katholiken, Michael van Meerbeck, moderierte Diskussion zwischen den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen von CDU, Grünen und FDP, Dr. Hans-Georg Schmitz, Hubert Kück, Dr. Michael Terwiesche, dem stellvertretenden SPD-Fraktionschef Peter Kiehlmann und Martin Kuster von den Vereinigten Wählergemeinschaften verlief ausgesprochen sachlich.

Besonders im ersten Teil, in dem das Kreiskomitee nach den Werten und Grundhaltungen, die den politischen Entscheidungen zugrunde liegen, war ein hohes Maß an Übereinstimmung festzustellen, wenn auch mit unterschiedlichen Akzentsetzungen. Gleiches galt bei der Frage, wie Arbeitsplätze im Kreis geschaffen werden können. Hier setzt die Politik übereinstimmend auf die Entwicklung der Häfen im Kreisgebiet. Es wurden allerdings auch Unterschiede in der Beurteilung erfolgreicher Wirtschaftsförderung deutlich. Kuster und Kück machten klar, dass sie die Investitionen in den Ausbau des Flughafens Schwarze Heide für rausgeschmissenes Geld halten. Der Grundton der Diskussion blieb dennoch gelassen. Dass dieser Abend im Alfred-Delp-Haus dann doch noch seine aufgeregten Momente bekam, war Michael Terwiesche geschuldet und einem Thema, das gerade bei Katholiken einen wunden Punkt trifft: den verkaufsoffenen Sonntagen, für die der FDP-Fraktionsvorsitzende anders als alle anderen Diskussionsbeteiligten offensiv stritt, auch wenn ihm klar war; „dass ich mit diesem Thema in diesem Kreis nicht punkten kann“. Besonders Terwiesches Behauptung, niemand werde gezwungen, an einem verkaufsoffenen Sonntag zu arbeiten, trug ihm heftigen Widerspruch aus dem Zuhörerkreis ein. (…)

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Junge Menschen in der Schuldenfalle

NRZ Wesel berichtet am 1. November 2008 (Auszüge):

Nadine war 18 Jahre alt, als sie ihre erste Mahnung erhielt. 160 Euro hatte sie mit ihrem neuen Handy vertelefoniert. Die Rechnung landete in der Schublade. Ebenso die Briefe, die folgten. Nadine telefonierte munter weiter und bestellte außerdem Klamotten und Möbel aus dem Versandhaus-Katalog. Dass sich bald ein Schuldenberg von mehreren hundert Euro anhäufte, versuchte sie zu ignorieren. So ganz hat sie es nicht geschafft, saß immer öfter abwesend im Unterricht, oder erschien erst gar nicht in der Schule. Das fiel ihrer Lehrerin im Berufskolleg Wesel auf, die verständigte Dagmar Krista. Ein Fall von vielen für die Schulsozialarbeiterin. Über Handyverträge und vermeintlich günstige Ratenzahlungen stolpern immer mehr junge Leute in die Schuldenfalle.

Die Zahlen sind alarmierend, so Kreisdirektor Ralf Berensmeier. Laut einer Studie haben bundesweit 13 Prozent der 18 bis 20 Jährigen bereits 1430 Euro Schulden. Grund genug, um aktiv zu werden, obwohl der Kreis Wesel hier weder positiv noch negativ aus dem Zahlen-Rahmen fällt.

In Zusammenarbeit mit der Leiterin des Fachbereichs Jugend, Christa Röhricht, wurde ein Faltblatt entwickelt, dass über Hilfsangebote und Unterrichtsmaterialien zum Thema informiert. 1700 Exemplare wurden aufgelegt, die jetzt an die 163 Schulen im Kreis und an Jugendeinrichtungen verteilt werden. Die Anregung dazu kam beim Runden Tisch von Martin Kuster (VWG). Dem Religionslehrer am Berufskolleg ist die Wertevermittlung schon von Hause aus ein Anliegen. Kolleg-Leiter Günter Kohls will jetzt noch weitergehen und das Thema Verschuldung bei Jugendlichen in die didaktische Jahresplanung aufnehmen.

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Eine bereits bewährte Möglichkeit, die Finanzkompetenz junger Menschen zu fördern, bietet das Diakonische Werk Wesel. Das Projekt „Kids und Knete“ wird ehrenamtlich an Schulen im Kreis angeboten. In zwei Unterrichtseinheiten werden die Schüler unter anderem über den Umgang mit Geld informiert.

Dialog verweigert

NRZ Niederrhein berichtet am 31. Oktober 2008 (Ausschnitt):

Nur noch SPD und VWG nehmen an den interfraktionellen Gesprächen teil.

In den nächsten Monaten wird Landrat Dr. Ansgar Müller eine Menge Gespräche führen. Heute Abend kürt die SPD den Amtsinhaber in Dinslaken zu ihrem Kandidaten für die nächste Wahl. Für eine Gesprächsrunde kann der Verwaltungschef ab sofort weniger Zeit vorsehen: An den interfraktionellen Gesprächen werden nämlich nur noch die SPD und die VWG teilnehmen. Die übrigen drei Fraktionen sind nicht mehr dabei. Diesen Schritt begründen CDU, Grüne und FDP damit, dass die Runde ihren eigentlichen Sinn – nämlich gemeinsame Wege, Kompromisse, Anstöße zu ermöglichen – krass verfehlt habe. Zur Entgegennahme von „Verlautbarungen” bedürfe es dieses Gremiums nicht. (…)

VWG begrüßen Kreis-Flyer über die Schuldenfalle

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 1. November 2008:

Die Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) im Kreis Wesel haben es ausdrücklich begrüßt, dass ein Faltblatt auf die Schuldenfalle für Jugendliche aufmerksam machen soll (RP berichtete). Damit werde eine alte Forderung der VWG aufgegriffen, sagte gestern Sprecher Martin Kuster. Der Flyer, der an kreisangehörigen Schulen verteilt werden soll, macht auf ein drängendes Problem aufmerksam und nennt Hilfsangebote. „Der Flyer ist ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung“, so Kuster. Es gehe den VWG und dem Kreis um wirksame Prävention gegen die besorgniserregend steigende Verschuldung unter Menschen.