>> Etat: Kreis soll klagen <<

Die Rheinische Post Wesel berichtet am 18.03.2010:

Kreis Wesel. Die angekündigte Klage des Kreises Wesel gegen das Gemeindefinanzierungsgesetz soll jetzt in die Tat umgesetzt werden. Das Kreistagsbündnis SPD, Grüne und VWG hat gestern beantragt, dass im heutigen Kreisausschuss beschlossen wird, Kommunalverfassungsbeschwerde zu erheben, Die Verwaltung soll außerdem von Land und Bund eine „angemessene Finanzausstattung“ einfordern, wie es hieß. nach Ansicht des Bündnisses stecke der Kreishaushalt in der „Vergeblichkeitsfalle“. Allerdings ist die Debatte um den Sparkurs des Kreises und damit den eigenen Beitrag zur Etat-Konsolidierung nicht beendet. Kürzlich wurde unter Druck der Kommunen, die weniger Umlage und mehr Sparbeschlüsse des Kreises verlangen, die Etat-Verabschiedung verschoben. Wesels Rat zum Beispiel hat am Dienstag den Kreispolitikern empfohlen, Standards und Doppelaufgaben kritisch zu hinterfragen.

>> Fraktionen sind für eine Klage gegen das Land <<

Die NRZ Wesel berichtet am 18.03.2010 (Ausschnitte):

Kreis Wesel. Für eine Klage gegen das Gemeindefinanzierungsgesetz werden die Fraktionen von SPD, Grüne und VWG heute im Kreisausschuss plädieren. Denn die Haushaltsmisere sei nicht durch Entscheidungen der Lokalpolitiker entstanden. Vielmehr hätten Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene dafür gesorgt, dass den Kreisen und Kommunen immer mehr Aufgaben überlassen wurden. Die Folge: Der Kreishaushalt stecke in einer „Vergeblichkeitsfalle“. Alle Bemühungen reichten nicht aus, um die Finanzlücke zu schließen. Vielmehr müssten die öffentlichen Haushalte grundlegend reformiert werden. (…)
Heftig trifft die Verschiebung bei den Sozialkosten den Kreis. Allein die Verringerung des Bundesanteils an den Unterkunftskosten von Hartz-IV-Empfängern bedeutet für ihn eine Mehrbelastung von 8,8 Millionen Euro.

>> VWG ist nicht zufrieden <<

Die NRZ Wesel berichtet am 5. März 2010:

Zahl der Verkehrsopfer im Kreis ist zu hoch.

Kreis Wesel. Für Verkehrssicherheit macht sich die Kreistagsfraktion der VWG (Vereinigte Wählergemeinschaften) stark. In einem Schreiben an Landrat Ansgar Müller beantragt der Fraktionsvorsitzende Martin Kuster, das Thema im Kreis Wesel auf die Tagesordnung für eine der nächsten Sitzungen des zuständigen Ausschusses zu setzen und gemeinsam mit der Politik zu überlegen, was Verwaltung und Kreispolizei tun können.

Die Unfallbilanz für 2009 bietet keinen Grund zur Zufriedenheit, bemängelt Kuster in seinem Schreiben. Während die Zahl der Verkehrstoten in NRW zurückging, sei sie im Kreis Wesel um 20 Prozent gestiegen. Ähnliches gelte für die Zahl von Unfällen mit Kindern.

>> VWG suchen Wege zu mehr Sicherheit im Verkehr <<

Die Rheinische Post berichtet am 2.März 2010:

kreiswesel (fws) Um die Verkehrssicherheit im Kreis Wesel machen sich die Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) Sorgen. Fraktionsvorsitzender Martin Kuster möchte das Thema nun im Fachausschuss behandeln. Hintergrund ist ein Negativtrend. Während NRW-weit die Zahl der Verkehrstoten zurückging, stieg sie 2009 im Kreisgebiet um 20 Prozent. Ähnlich stark klafft die Schere bei den verletzten Kindern auseinander: im Land ein Rückgang um 4,55 Prozent, im Kreis ein Anstieg um knapp 20 Prozent.

>> Freie Wähler für 2,5% mehr Kreisumlage <<

Die NRZ Moers berichtet am 22.Februar 2010:

Der Kreis hat Sparpotenzial. Aber mehr als fünf Millionen Euro sind auf diesem Weg nicht aufzubringen, weshalb sich die VWG-Kreistagsfraktion gegen das Einfrieren der Kreisumlage ausspricht. Während ihrer Klausurtagung einigten sich die drei VWG-Mitglieder darauf, den Vorschlag der Kreisverwaltung zu unterstützen, wonach die Kommunen durch eine um 2,5 Prozentpunkte höheren Kreisumlage belastet werden sollen.

Fraktionssprecher Martin Kuster lehnt den Verkauf der RWE-Aktien oder des langfristigen Anlagevermögens des Kreises ab. Diese Zinseinnahmen sollen „auch künftig eine spürbar reduzierte Kreisumlage“ garantieren. Die VWG fordert dagegen unter anderem einen Einstellungs- und Beförderungsstopp bei der Kreisverwaltung und den Verzicht auf höhere Zuschüsse für die Burghofbühne. Zudem soll der Kreis gegen das Gemeindefinanzierungsgesetz klagen.