>> VWG: „Desaster“ am Technikkolleg Moers <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 05. September 2012:

„Es ist eine Blamage für alle etablierten Parteien im Kreistag und für das vom Landrat frisch gekürte Vorstandsmitglied Michael Maas, dass der Bildungsgang eines beruflichen Gymnasiums mit Schwerpunkt Elektrotechnik in Moers nun nicht zustande kommt“, erklärte Martin Kuster, Sprecher der Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) im Kreistag, der „bis zuletzt gewarnt“ hatte. Und es sei ein schwarzer Tag fürs Moerser Berufskolleg Technik, „dessen Glaubwürdigkeit stark gelitten hat – jedoch erst recht für die rund 20 Schülerinnen und Schüler, die sich plötzlich kurzfristig beruflich beziehungsweise schulisch umorientieren müssen“.
Fraktionsvorsitzender Kuster verweist in seiner harschen Kritik darauf, dass der Kreistag Anfang 2011 noch mehrheitlich der Beschlussempfehlung des Schulamtes unter dem Kreisdirektor und damaligen Schulderzernten Ralf Berensmeier folgte, diesen Bildungsgang am Moerser Berufkolleg Technik nicht einzurichten. Befürchtet wurde ein Doppelangebot, weil der gleiche Bildungsgang bereits am Berufskolleg Wesel angeboten wird. Die Verwaltung sah die Gefahr, dass mangels Schülern der Bildungsgang an einem der beiden oder sogar an beiden Kollegs nicht zustande kommt. Zudem widerspreche die Einrichtung dem Schulentwicklungskonzept, weil dies ausdrücklich Konzentrierung vorsieht. Ende 2011 machte das Schulamt des Kreises unter Vorstandsmitglied Mass dann plötzlich eine Kehrtwende und empfahl nun doch die Einrichtung in Moers.
Allein die VWG stimmten dagegen. Jetzt so, Kuster weiter, sei das Desaster eingetreten: Von ursprünglich angeblich über 80 Interessierten waren rund die Hälfte Anmeldungen übrig geblieben, von denen wiederum die Hälfte das Angebot zum Schuljahresbeginn tatsächlich wahrnehmen wollte. Die Folge: Das Angebot musste mangels Schülerzahlen eingestampft werden. Kuster: „Diese rund 20 Jugendlichen stehen nun vor einem Scherbenhaufen, weil sie sich auf das Angebot verlassen hatten. Es bleibt zu hoffen, dass die Moerser Schulleitung ihnen in Absprache mit Wesel die Möglichkeit aktiv angeboten hat, den Bildungsgang in Wesel doch noch belegen zu können.“ Hier wolle die VWG-Fraktion bei der Verwaltung nachhaken.

Hafengesellschaft: >> VWG kritisieren Umsetzung <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 24. August 2012 (Auszüge):

Die nach zähem Verhandlungspoker am Mittwoch politisch im Kreis auf den Weg gebrachte Hafen-Gesellschaft trägt den Namen Delta-Port. (…)

Delta-Port wird künftig vom Rhein-Lippe-Hafen, dem Hafen Emmelsum und dem Stadthafen Wesel gebildet. Obwohl die Gesellschaftsform keinen Aufsichtsrat haben muss, wird ein 25-köpfiges Gremium installiert. (…) Neben Verwaltungsmann Michael Maas sind es Monika Schmitz, Josef Devers, Udo Bovenkerk, Heinrich Henrichs und Heinz-Dieter Bartels (alle CDU), Gerd Drüten, Peter Kiehlmann , Ulrich Kaiser und Ulrich Lordick (alle SPD), Hubert Kück (Grüne), Rudolf Kretz-Manteuffel (FDP)und Christian Garden (VWG). (…)

Gut findet Martin Kuster (VWG) die Gründung, doch kritisierte er gestern die juristische Umsetzung. Die VWG lehnte Nebenverträge ab, weil sie für den Kreis nachteilige Kompromisse wittern. Man wolle im Aufsichtsrat daran mitwirken, dennoch ein gutes Ergebnis zu erzielen.

>> VWG gegen Freigabe von Kennzeichen <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 21. August 2012:

Das von der VWG-Kreistagsfraktion schon vor einem halben Jahr prognostizierte Wirrwar von Autokennzeichen tritt nun offenbar ein. „Dies ist nicht dem Verkehrsminister Ramsauer anzukreiden. Er will mit der geplanten völligen Freigabe von Kennzeichen offensichtlich Klagen von Kommunen verhindern, die sich mit der Erlaubnis einiger Städte auf ein eigenes Kennzeichen zu Recht benachteiligt gefühlt hätten“, so Sprecher Martin Kuster. Darum habe die VWG-Kreistagsfraktion als einzige politische Gruppe im Kreistag die Wiedereinführung von Alt-Kennzeichen abgelehnt. Hohe Bürokratisierungskosten kämen auf Landkreise und Polizei zu. „Und da wundern sich Moerser Politiker über Erhöhungen der Kreisumlage“, betont Kuster.

>> Hafengesellschaft: VWG wollen öffentlich beraten <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 18. August 2012:

Montag um 16 Uhr kommt der Entwicklungsausschuss im Weseler Kreishaus zusammen, am Mittwoch, 22. August, folgen Kreisausschuss (16 Uhr) und Kreistag (17 Uhr). Im Mittelpunkt steht die Gründung der Hafengesellschaft. Allerdings in den nichtöffentlichen Teilen, was die Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) ablehnen. VWG-Chef Martin Kuster beantragt, alles aus dem Vertrag öffentlich zu beraten, was geht. „Gerade die Häfenkooperation betrifft die Öffentlichkeit, weil es um Millionen Euro Steuergeld geht.“

>> Kuster lästert über Moers und FBG: Viel zu verwöhnt <<

Die Rheinische Post Moers berichtet am 18. August 2012:

Die Kritik des Moerser FBG-Vorsitzenden Claus-Peter Küster gegenüber der Kreisverwaltung, die Umkennzeichnungswünsche in Alt-Kennzeichen würden voraussichtlich nicht schnell genug bearbeitet, ärgert Martin Kuster, Fraktionsvorsitzender der VWG im Kreistag. Er lästert über den „Verwöhntheitsgrad von Politikern der Grafschaft“. Kommunalpolitiker der Grafschaft Moers hätten wahrscheinlich direkt 50 neue Mitarbeiter eingestellt. Da sei es kein Wunder, dass Moers bei der Pro-Kopf-Verschuldung mit dem dritten Platz ein trauriger Spitzenreiter der knapp 400 NRW-Städte ist.