>> Kuster (VWG) belustigt über rosarote Brille des Landrats <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 9. November 2012:

Die jubelnde Halbzeitbilanz von Landrat Dr. Ansgar Müller (RP berichtete) hat gestern VWG-Kreistagsmitglied Martin Kuster zu einer halbironischen Antwort animiert. Der dauerhafte Kritiker des Verwaltungschefs im Weseler Kreishaus lieferte „ein etwas anderes Fazit zu den bislang erbrachten ,Leistungen? des Landrats“. Auch in Wesel und anderen kreisangehörigen Kommunen dürfte man dem Selbstlob aus finanziellen Gründen eine gehörige Portion Skepsis entgegenbringen. Denn in Wesel etwa, eine der wenigen Kommunen in NRW ohne Haushaltssicherungskonzept, wachsen in Politik und Rathaus erneut die Sorgen um die hohe Belastung durch die Kreisumlage.

Kuster bescheinigt Dr. Müller jedenfalls, die „rosarote Brille“ aufgesetzt zu haben. „Sich für eine gute Zusammenarbeit mit dem Kreistag zu rühmen, kann ich als Betroffener nur als reine Provokation oder Folge von Amnesie bewerten. Hat er doch kürzlich die kostspielige Aufblähung der Führungsebene im Kreishaus gegen die absolute Mehrheit des Kreistages durchgepeitscht, um zwei ihm wohlgesonnene Genossen in die zweithöchste Verwaltungsebene zu hieven“, tadelt Kuster. Die Folge war ein Rechtsstreit, der einen tiefen und unnötigen Graben zwischen Kreistag und Landrat aufgerissen hat.

Zur Wirtschaftsförderung: „Unter seiner Amtszeit und damit auch seiner Mitverantwortung verzögerte sich die notwendige Häfenkooperation dermaßen, dass sie fast zu spät gekommen wäre.“ Auch die von der VWG-Kreistagsfraktion von Anfang an kritisierte Breitbandinitiative sei ein „buchstäblicher Rohrkrepierer, der Zigtausende Euro Steuermittel für Gutachten verbrauchte“, gewesen. Wie von der VWG prognostiziert, erfolgt nun die ländliche Breitbandversorgung mit Hilfe privater Anbieter und der neuen LTE-Technologie.

Das von der Verwaltung unter der Leitung des Landrats erstellte Kreisentwicklungskonzept ist seines Namens nicht würdig – „keine Strategie, keine Handlungsschritte“. Schließlich mache Dr. Müller auch als Aufsichtsbehörde der Kommunen keine gute Figur, „schaute er doch z. B. zu lange tatenlos zu, wie sich Moers in die Verschuldung stürzte und griff erst ein, als es schon zu spät war“.

>> Sozialticket könnte kreisweit gelten – Kreis Wesel will 2013 Familienkarte einführen <<

Die NRZ Kreis Wesel berichtet am 25.September 2012 (Auszüge):

Bislang wird das Sozialticket nicht so recht angenommen. Rund 52.000 Personen könnten die Fahrkarte erwerben, doch nur rund 420 nehmen das Angebot wahr und holen sich die Monatskarte für 29,90 Euro. (…) Vielleicht ändert sich die Situation ab dem nächsten Jahr. Dann könnte das Ticket auch kreisweit gelten. Fraktionsübergreifend ist diese Entwicklung von den Ausschussmitgliedern begrüßt worden. Der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) will das Sozialticket in sein Angebot aufnehmen. (…)

Anfang 2007 beantragte die VWG-Kreistagsfraktion zum ersten Mal die Familienkarte. Nun zeichnet es sich ab, dass sie im Juni 2013 ausgegeben wird. Kreisdirektor Ralf Berensmeier erklärte im Kreisausschuss, dass man momentan mit den kreisangehörigen Kommunen und anderen Kreisen spräche, um noch eventuell vorhandene Steine aus dem Weg zu räumen. Im Dezember will die Verwaltung ein Konzept vorlegen, kündigte er an.

Über diese Karte sollen Familien und Erziehungsberechtigte mit minderjährigen Kindern Vergünstigungen oder kostenlose Leistungen von Partnern aus Wirtschaft, Handel, Gastronomie, Dienstleistern, kommunalen Einrichtungen und gegebenenfalls auch Vereinen erhalten. Die Entwicklungsagentur Wirtschaft (EAW) soll nun Partner suchen.

Im Kreisgebiet könnten sich rund 49.000 Familien eine Familienkarte ausstellen lassen. Der ursprüngliche Plan, diese Karte nur in den Städten Dinslaken, Kamp-Lintfort, Moers und Wesel einzuführen, ist auf Vorschlag der Verwaltung geändert worden. Nun soll die Familienkarte kreisweit eingeführt werden.

>> Familienkarte im Kreis auf einem guten Weg <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 22. September 2012:

Die Einführung einer kreisweiten Familienkarte, mit der Familien Vergünstigungen bekommen können, ist auf einem guten Weg. Kreisdirektor Ralf Berensmeier freute sich im Kreisausschuss über Lob der Politik und erklärte, dass der Kreis seinem Anspruch auf Familienfreundlichkeit treu bleibe. In der Dezember-Sitzung will die Verwaltung ein entscheidungsreifes Konzept vorlegen. Im Kreisgebiet könnten sich rund 49 000 Familien eine Familienkarte ausstellen lassen. Laut Verwaltung könnte die Familienkarte frühestens zum 1. Juni 2013 im Kreis Wesel eingeführt werden. Für die Umsetzung stehen in diesem Jahr insgesamt 45 000 Euro zur Verfügung.

>> Schilderwünsche <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 21. September 2012 (Auszüge):

Was auf Bundesebene in Sachen Kfz-Kennzeichen entschieden wird, steht noch in den Sternen. Sollte es aber dazu kommen, dass neben Altkennzeichen – WES bleibt, MO und DIN sind beantragt – auch neue möglich werden, dann kann es recht abwechslungsreich zugehen auf den Straßen im Kreis Wesel. Nach einer Abfrage aller Kommunen haben vier den Wunsch geäußert, der gestern im Kreisausschuss bei einer Gegenstimme der VWG und Enthaltung der Grünen zum Kreistag weitergereicht wurde. (…)

Gelassener Heiterkeit bei diesem Punkt folgte Ernst beim Thema Ausbildungsplätze: 18 Stück wird die Kreisverwaltung 2013 anbieten – davon satte 15 über Bedarf. (…)  Trotz Erläuterungen von Kreisdirektor Ralf Berensmeier und Hildegard Holtkamp (Personalrat) stimmte Heiner Dams (FDP) dagegen und Martin Kuster (VWG) enthielt sich.

>> Kreis bereitet den Start der Familienkarte für 2013 vor <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 18. September 2012:

Zum 1. Juni 2013 und damit gut sechseinhalb Jahre nach dem ersten Antrag der Vereinigten Wählergemeinschaften könnte im Kreis Wesel die Familienkarte an den Start gehen. Sie soll Familien mit Kindern Vergünstigungen oder kostenlose Dienstleistungen bieten. Unternehmen, kommunale Einrichtungen und Vereine, die als Partner mitwirken, können neue Kunden binden und mit der Familienfreundlichkeit werben. Geplant ist, in den Städten Wesel, Dinslaken, Moers und Kamp-Lintfort zu beginnen. Der Kreisausschuss berät am Donnerstag, 20. September.