Campus kostet mehr

Die NRZ Moers berichtet am 17. Juni 2016 (Auszüge):

Die FDP/VWG-Kreistagsfraktion rügt die Kostensteigerung beim Bau des Berufskolleg-Campus Moers: (…) „Bei der Entscheidung des Kreistages im März 2013 betrugen die von der Kreisverwaltung vorgelegten Investitionskosten noch 77 Millionen Euro. Jetzt sind wir bei 90,17 Millionen Euro und somit bei einer Kostensteigerung von 17 Prozent.“ FDP/VWG hätten stets die Befürchtung geäußert, dass am Ende der Berufskolleg-Campus mehr als 100 Millionen Euro kosten werde und sei dafür als „Schwarzmaler“ beschimpft worden, so Dams.

Ohnmacht vor Naturgewalten?

H.-Peter Feldmann, Vorsitzender der Hochwasserschutzinitiative Niederrhein und Kooperationspartner der VWG beim Thema Hochwasserschutz, nimmt aus Anlass der aktuellen Überschwemmungen auch im Kreis Wesel mit folgendem Leserbrief Stellung:

Nur ein Vorgeschmack!

Starkregen in der Fläche und Hochwasser am Niederrhein sind Phänomene auf die sich das Politik- und Behördenmanagement zum Schutz des Gemeinwesens zu arrangieren hat. Das gilt insbesondere für Kritische Infrastrukturen (Quelle) am Niederrhein mit ihrer Bevölkerungsdichte und wirtschaftsstarken Präsenz.

Wir wissen, dass extreme Wetterereignisse zunehmen, auch dass Gebiete betroffen sind die bislang durch extremen Wassereinfluss verschont blieben. Die Schadensbeseitigung trägt ausschließlich der Betroffene, der oftmals allzu unbekümmert im Risikogebiet wohnt und sich mit Handlungsempfehlungen für Risikogebiete nicht befasst.

Wenn seitens der amtierenden Landesregierung NRW der „ökologische Hochwasserschutz“ als Staatsziel verfolgt wird, sind existenzielle Sorgen um die Sicherheit der Niederrheinregion nicht unbegründet.

Bei den bislang aufgelegten Hochwasserschutzprogrammen ist in NRW Vorsicht geboten. In NRW erfolgt die Umsetzung der EU-Hochwasserrisikomanagement-RL zur Vorsorge und Schadensverhinderung traditionell nach „bisheriger Strategie“ wie folgt:

„Es liegt nun an den verantwortlichen Akteuren, die Belange des Hochwasserrisikomanagements zu beachten und entsprechende Maßnahmen im Rahmen der fachlichen und finanziellen Möglichkeiten umzusetzen.“ (Quelle: hier klicken)

Eine Strategie nach dem Motto: „Reagieren statt agieren!“ Der Natur ist es egal, wenn der Mensch leidet.

Die Schweizer mit ihren Gotthardttunnel und die Niederländer mit ihren massiven Hochwasserschutzmaßnahmen machen es uns strategisch vor.

Wo bleibt die Verantwortung für Bürger und die Sicherheit für das Gemeinwesen? Stellen Sie Fragen an die Politik!

„Au\u00dfergew\u00f6hnlich“

Die Rheinische Post bringt das „außergewöhnliche“ Verhalten des Landrats in ihrem Kommentar vom 29. März 2016 perfekt auf den Punkt (Auszug):

Blicken wir sonst eher in die Rathäuser und weniger ins Kreishaus, muss man in diese Woche verwundert nach Wesel schauen. Was dort in Sachen Haushalt passiert, ist außergewöhnlich. Der Landrat zeigt wenig Bereitschaft, die demokratisch gefällte Entscheidung, bei den Ausgaben zu sparen, um die Kommunen zu entlasten, akzeptieren zu wollen, und geht juristisch gegen das Kreisparlament vor. Ein Fall mit absolutem Seltenheitswert.
Bleibt zu hoffen, dass Ansgar Müller am Ende damit nicht erfolgreich ist, denn das käme die Bürger in Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten und den anderen Kommunen teuer zu stehen. Allein in Xanten geht es um mehr als 100.000 Euro mögliche Entlastung. (…)

Bündnis schont Kommunen

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 19. März 2016 (Auszüge):

Nach sieben Stunden war alles vorbei. Als der Kreistag in de Nacht zu gestern um 23 Uhr auseinanderging, hatte das Mehrheitsbündnis von CDU, Grünen und FDP/VWG mit Unterstützung von AfD und Solo-Pirat Manfred Schramm den 600-Millionen-Etat des Kreises endlich beschlossen und die Kreisumlage bei 41,8 Prozent, dem Stand des Vorjahres festgezurrt. SPD und Linke stimmten dagegen. Erwartungsgemäß ging auch Landrat Dr. Ansgar Müller auf Gegenkurs. (…)

Spitzen des Bündnisses wie Frank Berger (CDU) und Hubert Kück (Grüne) lassen die Aussagen des Landrates vergleichsweise kalt. Sie halten daran fest, dass die 13 Kommunen des Kreises geschont, ihre Zahllasten per Kreisumlage also begrenzt werden müssen. Sie sehen sich im Einklang mit Forderungen, die Regierungspräsidentin Anne Lütkes bei der letzten Etatgenehmigung erhoben hatte.  (…)

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/wesel/buendnis-schont-kommunen-landrat-gibt-kontra-aid-1.5848456

Spar-Appell an Kreis

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 11. März 2016 (Auszug):

Seit Monaten machen vom Sparkurs der Kreistagsmehrheit betroffene Einrichtungen (Burghofbühne, Sozialverbände etc.) gegen Kürzungen bei den freiwilligen Leistungen mobil. Auch gestern gab es zur Sitzung des Kreisausschusses in Wesel Aktionen. Zum Beispiel die Übergabe von 1300 bei der Awo-Schwangerschaftsberatung gesammelten Unterschriften an Landrat Dr. Ansgar Müller oder die Überreichung eines symbolischen Schecks über 7,7 Millionen Euro der Jusos an die Kooperation von CDU, Grünen und FDP/VWG. Diese ließ sich davon wenig beirren, stellte Weichen für die Verabschiedung des 600-Millionen Etats im Kreistag am kommenden Donnerstag und bekam starken Rückhalt für ihr Ziel, den Satz der Kreisumlage so niedrig wie möglich zu drücken, um die Rathäuser zu entlasten. Sieben der 13 kreisangehörigen Kommunen zeigten mit ihren Spitzenbeamten Flagge. (…)

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/wesel/buergermeister-untermauern-spar-appell-an-kreis-aid-1.5828333