>> „Die Perle verliert ihren Glanz“ <<

Die NRZ Dinslaken berichtet am 27. März 2013 (Auszüge):

André Hümpel, Geschäftsführer Flugplatz Schwarze Heide, blickte in der Sitzung des Hünxer Rates im Februar diesen Jahres optimistisch nach vorn. Zu optimistisch, meint die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) (…).

Schon allein, dass André Hümpel in der Region fünf Millionen potenzielle Kunden sehe, überzeuge nicht. „Wenn er davon in den letzten Jahren nur 0,1 Prozent generiert hätte, würde der Verkehrsplatz vermutlich lange schwarze Zahlen schreiben“, so Heinz Lindekamp.

Auch die von Andre Hümpel angesprochenen 300 Reisemaschinen zwischen 2,1 und 5,7 Tonnen, die 2012 auf der Schwarzen Heide gelandet seien, seien zu hinterfragen, bei der Stationierung eines Flugzeuges dieser Klasse auf dem Flugplatz und, wie es in Hünxe zu beobachten sei, bei im Schnitt drei Starts und Landungen in der Woche.

Nach Ansicht der MIT werde zu wenig getan, um auf dem für „viele Millionen Euro“ ausgebauten Flugplatz zum Verkehrslandeplatz internationalen, gewerblichen Flugverkehr anzusiedeln.  (…)

Stutzig macht die MIT, dass jüngst „innerhalb des Flugplatzgeländes ein großes Areal gleich neben dem bestehenden Ausbaubetrieb eingezäunt und die letzte Einfahrt von der Landebahn zur Rollbahn und ein Stück weiter gleich das Ende der Rollbahn komplett abgesperrt wurde.“ Scheinbar soll auch auf dem Flugplatzgelände im Tagebau ausgekiest werden.  (…)

Eines steht derzeit jedenfalls für die MIT fest: „Die Perle verliert ihren Glanz.“

ANMERKUNG DER VWG-KREISTAGSFRAKTION:
Wir haben schon seit Jahren vehement darauf hingewiesen, dass der Ausbau des Flugplatzes eine finanzielle Katastrophe und ein Millionengrab werden wird. Die Erkenntnis der MIT als Flügel der CDU kommt leider zu spät…
Beiträge aus dem Archiv über unseren langjährigen politischen Widestand gegen das Millionengrab Schwarze Heide: hier klicken!

>> Häfen <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 18.Januar 2013 (Auszüge):

Die SPD-Fraktion hat gestern die am Dienstag im Kreistag gefällten Entscheidungen zur weiteren Entwicklung von Delta-Port (Häfen Emmelsum, Rhein-Lippe und Wesel) begrüßt. (…)

„Damit ist der Weg für die Integration frei“, urteilte Kiehlmann aber. (…) Damit meinte er auch die Einigung, der Weseler Kiesfirma Hülskens einen „minimalen Gesellschafteranteil“ zu geben im Gegenzug zur Nutzung von deren Emmelsumer Grundstücken für den Hafen. Dagegen hatte die VWG opponiert. (…)

>> VWG untermauert Enteignungsvorschlag <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 14. Januar 2013:

FDP und Landrat Müller haben den Enteignungsvorschlag von Martin Kuster (VWG) kritisiert. Dieser schlägt nun zurück. Und zwar begründet er diesen mit dem Grundgesetz. Darin steht: Eine Enteignung ist zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Kuster: „Für die öffentliche Hand gehören Enteignungen insbesondere für Infrastrukturmaßnahmen dazu. Das liegt beim Hafen Emmelsum vor.“

>> VWG: Hülskens soll verkaufen <<

Die NRZ Wesel berichtet am 12. Januar 2012:

Die Hafenkooperation droht aus Sicht von Martin Kuster, Vorsitzender VWG-Kreistagsfraktion in Wesel, ein Desaster zu werden. Schon die Verträge über die Einbringung der bestehenden Häfen seien mit „heißer Nadel“ gestrickt worden. Nun sieht die VWG-Fraktion, dass ihre damalige Kritik berechtigt war. Denn Landrat Ansgar Müller müsse nun zugeben, dass die vertraglich geregelte Zusammenführung „zu enormen steuerlichen Mehrbelastungen führen würden“.

Es seien laut Kämmerer Peter Giesen kleinere vertragliche Anpassungen notwendig, um diese Mehrausgaben zu verhindern.

Diese Änderungen sollte der Kreistag am Dienstag, 15. Januar, beschließen. Wie Kuster weiter mitteilt, rudere die Kreisverwaltung nun zurück. In einer Beratungsvorlage heiße es, dass die Vertragsanpassungen nicht belastbar abgeschlossen seien und darum am Dienstag noch kein Beschluss gefasst werden könne.

Lächerlich ist aus Sicht der VWG-Fraktion außerdem die Absicht der Verwaltung, über den Eintritt der Kiesfirma Hülskens in die Gesellschaft im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beraten werden soll.

Lächerlich sei es deshalb, weil der Landrat „doch selbst bereits Mitte Dezember 2012 stolz in der Presse verkündete, dass dieser Kompromiss gefunden worden sei“. >> VWG: Hülskens soll verkaufen << weiterlesen

>> Häfenkooperation <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 12. Januar 2012 (Auszüge):

Die FDP im Weseler Kreistag sieht im aktuellen Ankern der Hafengesellschaft Delta Port eine Gefahr und drängt auf flotte Beschlüsse zum Ablegen. (…) Als geradezu abenteuerlich bezeichnete Dams eine Forderung von Martin Kuster (VWG), das Weseler Kiesunternehmen Hülskens zu enteignen, statt es mit in den Kreis der Gesellschafter einzubeziehen. „Der Landrat sollte Herrn Kuster mal ein Exemplar des Grundgesetzes übergeben, damit der lesen kann, dass unsere freiheitliche Verfassung das Privateigentum schützt.“

Unterdessen sieht Landrat Dr. Ansgar Müller das Projekt auf einem guten Weg, aber keine Möglichkeit, bereits am Dienstag im Kreistag einen Beschluss über die aus steuerlichen Gründen nötige Vertragsanpassung zu fassen. (…) Über Kusters Äußerungen zur Hülskens-Enteignung sagte er: „Sie sind derart abwegig, dass ich sie nicht weiter kommentiere.“