>>Ausbildungssituation bei der Kreisverwaltung Wesel<<

Auszug aus der Niederschrift der Kreistagsitzung am 9. Dezember 2010:

Fraktionsvorsitzender Kuster (VWG) gab zu bedenken, dass der Kreis Wesel 12 Ausbildungsplätze über Bedarf anbiete. Daran sollten sich die Firmen im Kreisgebiet ein Beispiel nehmen. Der Kreis bilde auch mit der verringerten Anzahl an Ausbildungsplätzen 3 bis 4 mal so viel aus wie Privatfirmen.

>>Futter für das „Bioenergiezentrum“ Xanten<<

Leserbrief des VWG-Fraktionsmitglieds H.-Peter Feldmann:

Trotz neuester Erkenntnisse über die Errichtung überregional wirkenden Bio-Energie-Anlagen geht man in Xanten diesen verhängnisvollen Weg weiter.
Im Gegensatz zu den hofnahen Anlagen, wo anfallende Abfälle biologisch zu Energie verarbeitet wird, muss im umfangreichen Maße erst Pflanzenmaterial (überwiegend Mais) angebaut werden.
Hierdurch werden landwirtschaftliche Anbauflächen für die Lebensmittelproduktion genommen. Die indirekt zur Preissteigerung von Lebensmitteln beitragen werden.
Den Nutzen haben nur Investoren die durch eine Lobby – ungeachtet der negativen Folgen für zukünftige Entwicklungen – mehrheitlich unterstützt wird.

Ich halte die dezentrale Errichtung der Anlage (in Xanten) nicht für so schädlich wie der Umstand, dass das „FUTTER“ für die Anlage anstelle von Lebensmitteln erst angebaut und für die Salzwasserfischzucht artgerechte Nahrung aus dem Meer herbeigeschafft werden muss um dadurch auch ein Beitrag zu leisten, dass die Fischbrut in den Meeren weiter verringert wird.

Ich bin der Auffassung, dass für das Großprojekt BIO-Station Xanten keine umfassende Ergebnis- und Risikoabwägung stattgefunden hat. Und die politischen Entscheidungsträger anfänglich nicht über die Konsequenzen eines derartigen Betriebes sich im klaren waren. Mittlerweile sieht man ein, dass derartige Strategien nicht zur Energiesicherheit und Klimarettung beitragen. Ganz im Gegenteil!
Ist der „rollende BIO-Zug“ in Xanten noch aufzuhalten?

>> Wieder Angst bei der Niag <<

Die NRZ Moers berichtet am 22. Januar 2011 (Ausschnitte):

Die Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg (VMR) melden Insolvenz an – und in Moers wird gezittert, weil die Niederrheinische Verkehrsbetriebe (Niag) densleben Eigentümer haben wie das Unternehmen im Ostwestfälischen: Rhenus Veniro (…) hält 51 Prozent der Niag-Anteile, der Rest am früher komplett im Besitz der öffentlichen Hand befindlichen Verkehrsunternehmen liegt beim Kreis Wesel.

Was passiert mit den Niag-Arbeitsplätzen? Droht ein Lohndumping? (…)

Die Stimmung bei den Niag-Mitarbeitern ist mehr als schlecht. Es gibt viele, die Rhenus Veniro vorwerfen, die VMR plattgemacht zu haben. Der Betriebsrat sei keine große Hilfe. (…)

>> Niag-Vorstand Kinzel mit viel Lob verabschiedet <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 21. Dezember 2010 (Auszüge):

(…) Bei der Niag gehören aber 51 Prozent dem Unternehmen Rhenus, und so kam es, dass Kinzel im Sommer unerwartet seinen Rücktritt erklärte. Dass dies nicht seine eigentliche Lebensplanung war, bekräftigte er gestern. Bis 2014 hätte er schon gern weitergemacht. Aber verbunden mit den Umbauten, den klimatischen Störungen bei der Niag und der Eiszeit zwischen den Vorständen zog Kinzel die Konsequenzen. Gern wäre er im Stillen gegangen, doch Aufsichtsratschef Heinz-Dieter Bartels überredete ihn doch zur Abschiedsfeier im Hotel „Zur Linde“. Bartels erinnerte an die schnelle Karriere des 1951 geborenen Hannoveraners bei der Niag.

Von den 100 Jahren des Verkehrsunternehmens habe er mehr als 25 Jahre lang das Ruder in der Hand gehabt. Die Niag werde ihn nicht vergessen. Als „guten Busfahrer“, der aussteigt, weil ihm der „neue Fahrstil nicht gefällt“ würdigte Landrat Dr. Ansgar Müller Kinzel. Traurig zeigte sich Betriebsratsvorsitzender Harald Winter. „Man nimmt uns Beständigkeit, Zuverlässigkeit und Rückhalt“, sagte er. (…)