>> Gewerbegebiet am Flugplatz in der Diskussion <<

Die NRZ Wesel berichtet am 8. Juli 2011 (Auszüge):

Mit der verlängerten Landebahn sollten nicht nur mehr Flugzeuge gelockt werden, sondern auch Firmen. Doch die Umsetzung der Pläne für ein Gewerbegebiet auf Hünxer und Bottroper Flächen kommt nicht so gut voran. Meldungen aus Bottrop haben die VWG-Fraktion aufgeschreckt. Eine CDU-Politikerin hatte erklärt, Bottrop plane die Halbierung der vorgesehenen Gewerbeflächen. Und es gebe Stimmen, die an der Umsetzung der Pläne zweifeln. Das war für Martin Kuster (VWG) Anlass, die Kreisverwaltung im Ausschuss für Kreisentwicklung um eine Stellungnahme zu bitten. Er wollte wissen, wie man den Schaden begrenzen kann. „Die Verlängerung der Landebahn kann man nicht zurücknehmen“, so Kuster. (…)

Rudolf Kretz-Manteuffel (FDP): Man soll aufhören, den Flughafen schlecht zu reden. Damit zielte er auf Gerd Drüten (SPD), der sagte: „Die Geschäftsführung könnte agiler sein, mehr möchte ich nicht sagen.“

>> Häfen-Kooperation stockt wegen Wesels Kaimauer <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 6. Juli 2011 (Auszüge):

Im Kreis-Entwicklungsausschuss kam die Gründung der Hafengesellschaft gestern ins Stocken. In nichtöffentlicher Sitzung blieb für den angestrebten Verbund von Hafen Emmelsum und Rhein-Lippe-Hafen mit dem Weseler Stadthafen dieser das Sorgenkind. Wie mehrfach berichtet, muss die Weseler Kaimauer teuer saniert werden. Die Rede ist von acht bis zehn Millionen Euro. Dass Betreiber Stadtwerke sich dabei finanziell einbringen will, reichte der Politik allein noch nicht. Sie sieht sich ohnehin in dem Dilemma, dass einerseits die Zeit drängt. Denn bis Ende September muss der Grunderwerb für die Hafengesllschaft gelaufen sein, um die ab Oktober höheren Steuern zu vermeiden. Andererseits sind viele Risiken zu beachten. Wesels Rat hat gestern fast parallel beschlossen, dass der Stadthafen in die Gesellschaft kommen soll.

Der Ausschuss fasste gestern keinen Beschluss darüber, was aus nicht mehr benötigten Flächen des Zweckverbandes Grunderwerb Colonia Ulpia Traiana wird. Dessen Aufgabe für den Archäologischen Park Xanten (APX) ist fast abgeschlossen. Deshalb soll er aufgelöst werden. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, dass der Kreis und die Stadt Xanten besagte Flächen, die auch die Seenlandschaft des Freizeitzentrums Xanten (FZX) betreffen, gemeinschaftlich übernehmen. Das fand die Politik nicht gut. (…)

Martin Kuster (VWG) war „die Vorlage zu dünn“. (…)  Im Kreisausschuss kommt morgen die Fortsetzung.

Auf verlorenem Posten standen Kück und Kuster zum wiederholten Male mit ihrer Dauerkritik am Flugplatz Schwarze Heide. Im Vorfeld von der VWG aufgebrachte Fragen, ob mit der Halbierung von Flächen nicht die wirtschaftlichen Potenziale zu Grabe getragen werden müssten, konterten CDU, SPD und FDP mit gegenteiligen Berichten und untermauerten die Investitionen. (…)

>> VWG-Fraktion sieht sich bestätigt <<

Die NRZ Wesel berichtet am 2. Juli 2011:

Flugplatz Schwarze Heide: Zweifel an der Entwicklung des Gewerbeparks

Kreis Wesel Nachdem die Stadt Bottrop die Fläche für das Interkommunale Gewerbegebiet am Flugplatz Schwarze Heide halbiert hat, sieht sich die VWG-Fraktion im Kreistag in ihrer Skepsis bestätigt. Fraktionsvorsitzender Martin Kuster fordert von der Verwaltung, dass sie am Dienstag im Ausschuss für Kreisentwicklung die wirtschaftspolitischen Folgen dieser Maßnahme darstellt. Zu denken gibt dem VWG-Sprecher zudem, dass die CDU-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Bottrop-Kirchhellen Zweifel an der weiteren Entwicklung des Gewerbeparks geäußert hat. Grund: Mangel an Investoren und die enorme zeitliche Verzögerung des Projekts, nachdem ein Gericht die ursprüngliche Planung vor einigen Jahren gekippt hatte. „Damit bestätigen sich offenbar einmal mehr die Befürchtungen der VWG-Kreistagsfraktion, dass sich die Landebahnverlängerung als Millionengrab erweisen wird“, so Kuster.

>> Flugplatz: VWG sehen sich bestätigt <<

Die NRZ Dinslaken berichtet am 2. Juli 2011:

Nachdem die Stadt Bottrop die Fläche für das Interkommunale Gewerbegebiet am Flugplatz Schwarze Heide halbiert hat (die NRZ berichtete), sieht sich die Fraktion der Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) im Kreistag in ihrer Skepsis bestätigt. Fraktionsvorsitzender Martin Kuster aus Voerde beantragte, das Thema auf die Tagesordnung des Ausschusses für Kreisentwicklung und strukturellen Wandel am kommenden Montag zu setzen. Die Kreisverwaltung solle die wirtschaftspolitischen Folgen dieser Maßnahme darstellen, so Kuster.

Zu denken gibt dem VWG-Sprecher zudem, dass die CDU-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Bottrop-Kirchhellen Zweifel an der weiteren Entwicklung des Gewerbeparks im Grenzgebiet zu Hünxe geäußert hat. Grund: Mangel an Investoren und die enorme zeitliche Verzögerung des Projekts, nachdem ein Gericht die ursprüngliche Planung vor einigen Jahren gekippt hatte.

„Damit bestätigen sich offenbar einmal mehr die jahrelangen, von der Kreisverwaltung und den großen Fraktionen nicht ernst genommenen Befürchtungen der VWG-Kreistagsfraktion, dass sich die Landebahnverlängerung als Millionengrab erweisen wird“, so Kuster.

Antrag zur Problematik „Gewerbepark Schwarze Heide“

Im Namen der VWG-Kreistagsfraktion bitte ich die Tagesordnung des kommenden Ausschusses für Kreisentwicklung und strukturellem Wandel um den o. g. Punkt zu erweitern. Insbesondere möge die Kreisverwaltung die wirtschaftspolitischen Folgen darstellen. Die wichtige Frage lautet vor allem, welche Ansiedlungsprojekte überhaupt noch realisierbar sind und wie hoch bzw. gering jetzt noch das Potential an Arbeitsplätzen im sogenannten flughafenaffinen Gewerbepark ist.

Begründung:

Aufgrund von Änderungen im Bebauungsplan, die notwendig wurden, weil das Oberverwaltungsgericht den alten auf Anwohnerklage hin gekippt hatte und die Kreise Wesel und die Stadt Dinslaken Bedenken gegen notwendige externe Ausgleichsflächen eingelegt haben, wurde laut Presse die Fläche des Gewerbeparks am Flugplatz halbiert.

Der Presse ist zudem zu entnehmen, dass die Vorsitzende der Kirchhellener CDU-Bezirksfraktion Dorothee Askemper aufgrund mangelnder Investoren und der enormen zeitlichen Verzögerungen öffentlich daran zweifelt, dass sich dieses Gewerbegebiet noch entwickeln lässt. Sie fordert darum, dass man gegebenenfalls in zwei Jahren die Sache in Ehren sterben lassen solle.

Damit bestätigen sich offenbar einmal mehr die jahrelangen, von Kreisverwaltung und den großen Fraktionen nicht ernst genommenen Befürchtungen der VWG-Kreistagsfraktion, dass sich die Landebahnverlängerung als Millionengrab erweisen wird.