>> Berg mit breitem Rückhalt zur Niag <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 10. Dezember 2010 (Auszug):

Ein deutliches Zeichen setzte der Kreistag für die Niag-Personalie: Nur die VWG stimmten gegen den Beschluss, den Technischen Dezernenten Hans-Joachim Berg als Nachfolger von Vorstand Otfried Kinzel im Verkehrsunternehmen vorzuschlagen. Berg strebt die Wettbewerbsfähigkeit samt hoher Qualität an, ohne dass es zu Zuzahlungen der Kommunen kommen soll. Der Kreistag, so Berg weiter, möge nun die öffentlichen Ziele definieren und ihm dafür mit breiten Mehrheiten den Rücken stärken. Die Niag ist bekanntlich zu 51 Prozent in privater Hand (Rhenus).

Berg ist falsche Wahl für NIAG-Vorstand

Presseerklärung der VWG-Kreistagsfraktion am 8. Dezember 2010:

Die VWG-Kreistagsfraktion verurteilt das Verhalten der Verwaltung als eine Zumutung gegenüber der Politik,
MIT EINER TISCHVORLAGE die aufgrund der turbulenten Zeiten bei der NIAG wirklich wichtige Personalentscheidung herbeiführen lassen zu wollen – und dies, obwohl schon seit Anfang Oktober feststeht, dass aufgrund des Rücktritts von Herrn Kinzel eine Nachfolgeregelung erfolgen muss. Auffällig ist, dass offensichtlich allein die beiden großen Kreistagsfraktionen schon seit längerem in die Verwaltungsentscheidung eingebunden worden sind. Dies ist eine ganz klare Benachteiligung der kleinen politischen Gruppen. Erst recht wird der Kreistag durch den Landrat Dr. Müller und den Aufsichtsratsvorsitzenden Bartels brüskiert, wenn sie Herrn Berg bereits als Nachfolger der Öffentlichkeit präsentieren, noch bevor er vom Kreistag am Donnerstag gewählt worden ist! Berg ist falsche Wahl für NIAG-Vorstand weiterlesen

>> Der Bus-Lotse steigt aus <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 8. Oktober 2010 (Auszüge):

Einstimmig und ohne Enthaltungen hatte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am Mittwoch der Aufhebungsvereinbarung zugestimmt. Gestern teilte Heinz-Dieter Bartels, Vorsitzender des Aufsichtsrates, mit, dass das langjährige Vorstandsmitglied der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe AG (Niag), Diplom-Ingenieur Otfried Kinzel, zum Jahresende aus „persönlichen Gründen“ aus dem Vorstand des Unternehmens ausscheidet. Jetzt muss der Kreis Wesel als einer der Niag-Gesellschafter einen neuen Vorstand benennen, der bereits am 15. Dezember im Aufsichtsrat gewählt werden soll. Weiter heißt es, „der neu zusammengesetzte Vorstand soll die Niag in einem Klima leiten, in dem das persönliche Vertrauen der Vorstandsmitglieder zueinander Basis einer erfolgreichen zukunftsorientieren Zusammenarbeit ist“. (…)

Der Betriebsrat bescheinigte gestern noch mal die hohe Wertschätzung für Kinzel und bedauerte die Entwicklung in der Führung der Niag. (…) Martin Kuster (VWG) sah bestätigt, „dass die Hütte brennt und eine Rekommunalisierung nötig ist“. (…)

>> Niag: Vorstand Otfried Kinzel tritt zurück <<

Dieser NRZ-Bericht vom 7. Oktober 2010 beweist, wie dringend die Rekommunalisierung der NIAG ist (Auszüge):

Otfried Kinzel – seit fast 20 Jahren Niag-Vorstand, Gesicht des Unternehmens und nach Ansicht Vieler letzte Bastion im Kampf gegen die Konsolidierungspläne des Mehrheitseigners Rhenus Veniro – tritt zurück. Und zwar zum 31. Dezember 2010.

Dem Vernehmen nach ist Kinzel äußert verärgert und desillusioniert, weil seine stimmberechtigten Vorstandsmitglieder Dr. Werner Kook und Wolfgang Orth von Rhenus-Seite zuletzt mit ihrer Stimmenmehrheit zuletzt massiv in Kinzels Arbeitsbereich eingegriffen haben. Auslöser dürfte die Ankündigung gewesen sein, 29 von 56 Mitarbeitern aus Kinzels Verwaltungsstamm abzubauen.

Seit Wochen herrscht Angst und Misstrauen auf den Gängen der Niag-Verwaltung in Moers. Und zunehmend macht sich die Gewissheit breit, dass eben dieses Ungleichgewicht in der Vorstandsriege mittelfristig die Jobsicherheit für Kinzels Mitarbeiter aushöhlt. Zwar besteht bis 2013 noch ein Kündigungsschutz, aber was ist der wert? Rhenus versucht durch Aufhebungsverträge Druck aufzubauen. (…)

>> Breitband: nun Gutachten – Warten auf Sozialticket <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 1. Oktober 2010 (Auszüge):

Ihre Bedenken aus dem Kreisausschuss begrub die SPD gestern im Kreistag und stimmte mit CDU sowie FDP für ein Gutachten, dass die Chancen der Breitbandverkabelung auch im ländlichen Teil des Kreises Wesel untersuchen soll – und zwar flächendeckend. Wirtschaftsorientierten Kreistagsmitgliedern gilt dies als Möglichkeit, das schnelle Internet für Betriebe und Privatleute auf dem Land anzubieten. Rein sozialpolitisch argumentierten Grüne und VWG. Sie stellten Kürzungen im Sozialbereich gegen die nötige Investition von 166 000 Euro für die Experten und halten das Breitband-Vorhaben von vorneherein für unwirtschaftlich. (…)

Weiter im Fokus bleibt das Sozialticket, Teilnehmer von Attac Niederrhein kämpften gestern erneut für die kostenintensive Einführung. Der Realisierung, so Kämmerer Peter Giesen, komme man durch die bevorstehende Einführung des VRR-Tarifs auch in den Kreisen Wesel und Kleve näher. Politisch gab es soeben den Vorstoß, das VRR-Sozialticket ab Juni 2011 einzuführen RP berichtete). Automatisch würde davon der Kreis profitieren. Aber: Die Gesamt-Finanzierung ist noch unklar, außerdem soll die Laufzeit des Sozialtickets vorerst bis 2012 begrenzt sein. Für die Einführung des einheitlichen VRR-Tarifs machte der Kreistag gestern den Weg frei. Er will im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) für die Tarfivereinheitlichung auf fünf Jahre jährlich 150 000 Euro zahlen, wenn sich der Kreis Kleve in „angemessener Höhe“ beteiligt. Der Kreis Wesel gehört nur zu Teilen zum VRR-Gebiet – ein oft von Nahverkehrskunden gerügtes Problem. (…)