>> Familienkarte: sympathisch, aber zu teuer <<

Rheinische Post Moers berichtet am 17. September 2007:

Landrat Dr. Ansgar Müller gab sich im Kreisausschuss diplomatisch. Der Antrag der VWG für eine Familienkarte im gesamten Kreis sei „wirklich sympathisch“. Die harte Realität sieht aber anders aus. Alle Fraktionen honorierten zwar den „guten Ansatz“, sehen aber keine Chance, hochgerechnet 125000 Euro für die Einführung der Karte auszugeben, wenn politisch selbst um Mini-Summen gefeilscht werde. Die Karte soll Vergünstigungen und Rabatte für Familien anbieten. Martin Kuster ( VWG) räumte „nicht so tolle Resonanz der befragten Bürgermeister“ ein, glaubt aber, dass man am Ende so das Angebot umsetzen könne. Allerdings: Nur fünf von 31 Werbegemeinschaften kamen überhaupt zu einem Treffen, so Kreisdirektor Ralf Berensmeier.

————-

Anmerkung zum Artikel: Leider fehlt in dieser Berichterstattung der wichtige Hinweis, dass die Familienkarte noch einmal am „Runden Tisch Familie und Jugend“ behandelt wird und wir als Antragsteller zuversichtlich sind, das familienpolitisch wichtige Ziel doch noch zu erreichen, die Familienkarte, die im Kreis Neuss auf große positive Resonanz gestoßen ist, auch im Kreis Wesel einzuführen.

>> Zu teures Vergnügen <<

NRZ Niederrhein berichtet am 08.08.2007 (Auszug):

AM NIEDERRHEIN. Immer mehr Menschen am Niederrhein haben Schulden. Sie können keine Rechnungen mehr bezahlen, es liegen Mahnungen im Briefkasten, im schlimmsten Fall droht der Vermieter mit Rauswurf oder der Gerichtsvollzieher mit Pfändung. In Kleve sind 11,19 Prozent der Einwohner verschuldet, das sind über 5500 Bürger. Vor zwei Jahren waren es noch 10,47 Prozent. In Wesel stieg die Zahl der Schuldner von 9,63 auf 10,81 Prozent – knapp 7000 Menschen.

Überdurchnittlich ist dabei der Anstieg junger Schuldner. Der Anteil der unter 20-Jährigen hat sich, wenn auch auf niedrigem Niveau, mehr als verdoppelt. Das hat der Neusser Vereinsverband Creditreform ermittelt und ruft nun die Politik auf den Plan. >> Zu teures Vergnügen << weiterlesen

>> VWG: Konzept gegen die Jugendverschuldung <<

Rheinische Post Dinslaken berichtet am 02.08.2007:

Mit Sorge hat der Voerder Martin Kuster von den Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) im Kreis Wesel beobachtet, dass seit einigen Jahren ein überdurchschnittlicher Anstieg der Schuldnerquote insbesondere bei jungen Menschen festzustellen ist. Deshalb beantragt Kuster als Kreistagsmitglied und Sprecher der VWG, das der Kreis in Zusammenarbeit mit Kreditinstituten, den Schulträgern, den öertlichen Schuldnerberatungen und den Trägern der Jugendhilfe ein Konzept entwickelt, mit dem der Jugendverschuldung entgegen gewirkt werden kann. Eine Untersuchung ergab, dass sich im Kreis Wesel bei den unter 20-jährigen der Anteil überschuldeter Jugendlicher von vier Prozent im Jahr 2004 auf zehn Prozent im Jahr 2006 mehr als verdoppelte. Nach Aussage des Bundesverbandes Inkasso hätten in dieser Altersgruppe bereits 14 Prozent der Jugendlichen über 500 Euro Schulden. Ein Grund: Bei über 85 Prozent von ihnen sei „Shoppen“ die wichtigste Freizeitbeschäftigung.

Den Antrag finden Sie in der Rubrik „Anträge“

Kreisweites Konzept gegen die steigende Jugendverschuldung

Auszug aus der Niederschrift der Sozialausschusssitzung zum Antrag der VWG:

Kreistagsmitglied Kuster (VWG) stellt zu Beginn richtig, dass sich die Schuldnerquote bei den unter 20jährigen nicht wie im Antrag aufgeführt von 4 auf 10 Prozent gesteigert hat, sondern es sich hierbei um Promillegröße handelt. Er bittet diesen Fehler zu entschuldigen. Unabhängig davon macht er deutlich, dass der steigenden Jugendverschuldung entgegengewirkt werden muss und hierzei ist die Erstellung eines gemeinsames Konzeptes mit allen Beteiligten erforderlich.

Ausschussmitglied Borgmann (CDU) pflichtet ihm bei und schlägt vor, die Thematik in den bestehenden Runden Tisch „Familie und Jugend“ anzusprechen.

Ausschussmitglieder Friebe (SPD) und Hausmann-Radau (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN) sehen ebenfalls den dringenden Handlungsbedurf und stimmen dem Vorschlag der CDU-Fraktion zu. (…)

Der Sozialausschuss verweist den Tagesordnungspunkt einstimmig zur weiteren Behandlung an den Runden Tisch „Familie und Jugend“.

VWG: „Reiner Populismus“

Rheinische Post Dinslaken berichtet über VWG-Presseerklärung am 29.09.2006:

Die geäußerte Kritik von Hubert Kück, Sprecher der Grünen im Kreistag, an der Erhöhung der Elternbeiträge für Kindertagesstätten sei an Populismus kaum zu überbieten, erklärte gestern Martin Kuster für die Vereinigten Wählergemeinschaften Kreis Wesel. Kück selbst wisse, dass es sich lediglich um eine Anpassung handelt, die aufgrund der „familienfeindlichen Kürzungen der NRW-Landesregierung“ notwendig geworden sei. Trotz eventueller Einsparungen wäre immer noch eine große Finanzierungslücke geblieben, die von den betroffenen Kommunen aufgrund ihrer desolaten Haushaltslage nicht aufgefangen werden könnte. Darüber hinaus habe Kück offensichtlich nicht mitbekommen, dass der Kreis Wesel die Landeskürzungen nicht in voller Höhe an die Eltern weitergegeben hat, indem die Mehrheit des Kreistages für den Änderungsantrag der VWG stimmte: Dieser sehe eine Erhöhung der ersten beiden Beitragsstufen vor, sodass für mehrere hundert einkommensschwache Familien sogar eine Entlastung bevorstehe.