>> Gewerbegebiet ohne Straße <<

Die NRZ Niederrhein berichtet am 23. September 2010 (Auszüge):

Die Erschließung der interkommunalen Gewerbeflächen am Flugplatz Schwarze Heide bereitet Probleme

Auch im zweiten Anlauf ist der Bebauungsplan der Stadt Bottrop zur Erschließung des interkommunalen Gewerbegebietes am Flugplatz Schwarze Heide gescheitert. Wie der technische Dezernent des Kreises, Hans-Joachim Berg, erklärte, will Bottrop jetzt einen dritten Anlauf unternehmen, um eine Zufahrtsstraße zu bauen.

Interesse am Gewerbegebiet seit ausreichend vorhanden, betonte der Geschäftsführer des Flugplatzes, Andre Hümpel, in einer Sitzung des Entwicklungsausschusses des Kreis Wesel. (…) Mit konkreten Ergebnissen konnte Hümpel zur Enttäuschung der Kreispolitiker nicht dienen. (…)

Martin Kuster von den Wählergemeinschaften sprach dagegen von einer Verschwendung von Steuergeldern. „Diese Investition wird sich auch in zehn Jahren nicht rechnen.“ (…)

>>Flugplatz Hünxe: Politik kritisiert Geschäftsführer<<

Rheinische Post Wesel berichtet am 23.09.2010 (Auszüge):

KREIS WESEL (kwn) Für 6,13 Millionen Euro ist der Flugplatz Schwarze Heide auf der Ortsgrenze zwischen Hünxe und Bottrop ausgebaut worden. Seit Mitte des Monats können nun auch größere Maschinen auf dem erweiterten Rollfeld starten und landen, teilt Flugplatz-Geschäftsführer Andre Hümpel im Ausschuss für Kreisentwicklung mit. Vielen Politikern war Hümpels Bericht zu dürftig, was zahlreiche Nachfragen zur Folge hatte. Sowohl die Entwicklung der flugplatzaffinen Gewerbegebiete, als auch die Zukunftsprognosen ließen noch zu wünschen übrig, hieß es. Für Hubert Kück (Grüne) waren die Ausführungen Hümpels „Schall und Rauch – einfach blamabel“. VWG-Mann Martin Kuster kritisierte das gesamte Projekt, sprach von „einer Verschwendung von Steuergeldern“. (….)

>> Bottrop und Hünxe planen alleine <<

Die WAZ Bottrop berichtet am 8. September 2010 (Auszug) über weitere Verzögerungen und Probleme beim Gewerbepark „Flugplatz Schwarze Heide“, die deutlich machen, dass die angebliche Ansiedlung von 500 Arbeitsplätzen völlig illusorisch ist:

(…) Schüttler nannte einen weiteren entscheidenden Unterschied zu der bisherigen Planung: Bottrop und Hünxe können nun in zwei getrennten Bauabschnitten unabhängig voneinander planen und bauen – der Beginn eines langsamen Abschieds vom interkommunalen Gewerbegebiet? Bei der Neuplanung greift die Stadt Bottrop zudem erneut auf die Flugplatzstraße für die Erschließung des Gewerbegebietes zurück. Die bisherige Anbindung über Hünxer Gebiet wurde ersatzlos gestrichen, es sei denn die Gemeinde Hünxe nimmt diese Idee wieder auf. Die Größe des Gewerbegebietes auf dem Gebiet der Nachbargemeinde bleibt unangetastet.

Nicht nur auf die Landwirte muss die Stadt bei der Umplanung Rücksicht nehmen, auch auf den einzigen Anwohner an der Flugplatzstraße. „Da hat es bereits Gespräche gegeben, weitere folgen“, bestätigte Schüttler auf Anfrage von Willi Urban (ÖDP). Die neue Lösung halte drei Meter Abstand zu dem Privatgrundstück. Die erste der nunmehr drei Planungsvarianten mit Erschließung über die Flugplatzstraße hatte der Anwohner mit einer Klage vor dem Oberverwaltungsgericht Münster zu Fall gebracht.

>> Liegt „Nebel“ auf der Schwarzen Heide? <<

Die BBV berichtet am 3. Mai 2010 (Ausschnitte):

Sieben Jahre habe es bis zur Baugenehmigung gedauert, sagt Andre Hümpel, Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft Schwarze Heide. Da komme es auf ein paar Wochen mehr auch nicht an. Denn der Ausbau der Start- und Landebahn in Hünxe (Kreis Wesel) wird wohl mit einer kleinen Verzögerung ausgeführt. (…)

Auch beklagt Hümpel: Es sei zu wenig bekannt, wie vorteilhaft Flüge für Unternehmen seien, die von Plätzen wie diesem aus stattfänden – in zeitlichen und finanzieller Hinsicht. Doch Marketing sei nicht Aufgabe der Flugplatzgesellschaft.

Das sei ja wohl widersprüchlich, bemängeln Grüne und Vereinigte Wählergemeinschaften (VWG) im Kreistag Wesel. Wie wolle Hümpel dann mehr Flüge abgewickeln? Für Hubert Kück, den Fraktionsvorsitzenden der Grünen, ist der Ausbau „eine teure Luftnummer“. Verzögerungen erhöhten stets die Baukosten, gibt VWG-Sprecher Martin Kuster mit Blick auf den Kampfmittelräumdienst zu bedenken. “ (…) „Das Einzige, was auf der Schwarzen Heide klar ist, ist der Ausgleich des Defizits von weiterhin 280.000 Euro pro Jahr, das die Gesellschaft regelmäßig erwirtschaften will – Geld, das Kreis und Kommunen vorstrecken.“ Sonst liege „alles im Nebel“: Betriebsansiedlungen im geplanten interkommunalen Gewerbepark am Flugplatz seien in naher Zukunft „sehr unwahrscheinlich“, weil der Bebauungsplan abermals ausgelegt werde und weitere Bergsenkungen zu erwarten seien. (…)

>> Luftnummer Flugplatz <<

Die NRZ Dinslaken berichtet am 29. April 2010:

Grüne und VWG: Schwarze Heide ist Subventionsgrab

Seit zwei Monaten wird auf der Schwarzen Heide gearbeitet, um die vorhandene Piste auf 1,5 Kilometer zu verlängern. Doch Helga Franzkowiak, grüne Kreistagsabgeordnete, fragt sich, wer in Zukunft dort starten soll: „Darauf haben wir bislang keine Antwort.“ Die Flugschule als bisher einziger Interessent brauche diese Piste nicht.
Da sich die Arbeiten durch die Kampfmittelbeseitigung verzögern, sieht Martin Kuster, Fraktionsvorsitzender der Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG), eine Baukostenerhöhung auf die Kommunen zukommen. Das könnten die aber in der schwierigen Haushaltslage nicht leisten.
„Das Ganze ist eine Luftnummer“, urteilt daher auch Hubert Kück, Vorsitzender der Grünen-Kreistagsfraktion, und ärgert sich, dass Geschäftsführer Andre Hümpel mehr Flugbewegungen abwickeln wolle, für die Werbung aber nicht zuständig sei.
„Das Einzige, was auf der Schwarzen Heide klar ist, ist der Ausgleich des Defizits von 280.000 Euro pro Jahr, das die Gesellschaft regelmäßig erwirtschaftet: Geld, das Kreis und Kommunen vorstrecken.“