>> VWG kritisieren Geschäftsführung von Schwarze Heide <<

Radio K.W. berichtet am 14. Oktober 2011:

Die Fraktion der Vereinigten Wählergemeinschaften im Kreis Wesel kritisieren die Geschäftsführung des Flugplatzes Schwarze Heide in Dinslaken.

Die hatte nach der Erweiterung der Landebahn eine positive Bilanz gezogen. Die Steigerung der Starts und Landungen in diesem Jahr um achteinhalb Prozent sei ein Armutszeugnis, sagt die VWG. Außerdem seien die wenigsten Maschinen auf die neue verlängerte Landebahn angewiesen.

Im vergangenen Jahr habe der Flugplatz Schwarze Heide einen Verlust von 300.000 Euro eingefahren – der größte in den vergangen Jahren. Die VWG glaubt nicht, dass sich daran künftig etwas ändern werde.

Rosarote Brille bei Beurteilung von Flugplatz Schwarze Heide

Presseerklärung zum Bericht des Geschäftsführers von Schwarze Heide:

Man muss schon eine rosarote Brille tragen, um nach der Vorstellung der  aktuellen Situation des Landeplatzes Schwarze Heide durch den  Geschäftsführer Hümpel zum Urteil zu kommen, die mehrere Millionen Euro  teure, durch Steuergelder finanzierte Landebahnverlängerung zahle sich  aus. Wenn nach einem offenbar baubedingten Rückgang der Flugbewegungen   im vergangenen Jahr die Anzahl im Wirtschaftskrisenjahr 2009 dieses  Jahr nur knapp übertroffen wird, dann ist das eher ein  Armutszeugnis. Zumal nur ein Bruchteil der Bewegungen auf Flugzeuge   zurückzuführen ist, die diese Landebahnverlängerung überhaupt benötigen.  Fakt ist stattdessen, wie ein Blick in den Beteiligungsbericht des
Kreises zeigt: Der Landeplatz hat im Jahr 2010 mit über 300.000 Euro den größten Verlust seit Jahren eingefahren. Ein Fehlbetrag, der durch  öffentliche Mittel gedeckt werden muss. Die VWG-Kreistagsfraktion ist  davon überzeugt, dass sich an dieser dramatischen finanziellen Situation  auch künftig nichts ändern wird, weil die durch die Verlängerung  drastisch gestiegenen Abschreibungen die kargen Umsatzsteigerungen mehr  als auffressen.

Und wie sieht es auf dem Gewerbepark, auf dem angeblich 500  Arbeitsplätze entstehen sollen, ein Jahr nach der Fertigstellung der  neuen Landebahn aus? Tote Hose, wo man hinschaut! Dass diese  unakzeptable Situation vom Geschäftsführer Hümpel im Ausschuss des Kreistages als Erfolg verkauft wurde, macht nur seine Verzweiflung deutlich.

>> Schwarze Heide <<

Die Rheinische Post berichtet am 13. Oktober 2011 (Auszug):

Um den Ausbau des Flugplatzes Schwarze Heide in Hünxe ist viel gerungen worden. Jetzt legte Geschäftsführer André Hümpel im Kreisentwicklungsausschuss Zahlen vor, die seiner Ansicht nach die Investitionen untermauern: 8,5 Prozent Zuwachs auf 32 920 Starts und Landungen von Januar bis August; 14 Prozent mehr Einnahmen bei Gebühren und zehn Prozent bei Treibstoffverkauf.

Die Flugplatz-Kritiker Hubert Kück (Grüne) und Martin Kuster (VWG) mochten daraus nicht unmittelbar Erfolge ablesen. Kück wünschte Vergleichszahlen der letzten drei Jahre, um einen Trend erkennen zu können. Kuster stellte fest, man sei mit den Zahlen also wieder beim Stand von 2009. (…)

>> Gewerbegebiet am Flugplatz in der Diskussion <<

Die NRZ Wesel berichtet am 8. Juli 2011 (Auszüge):

Mit der verlängerten Landebahn sollten nicht nur mehr Flugzeuge gelockt werden, sondern auch Firmen. Doch die Umsetzung der Pläne für ein Gewerbegebiet auf Hünxer und Bottroper Flächen kommt nicht so gut voran. Meldungen aus Bottrop haben die VWG-Fraktion aufgeschreckt. Eine CDU-Politikerin hatte erklärt, Bottrop plane die Halbierung der vorgesehenen Gewerbeflächen. Und es gebe Stimmen, die an der Umsetzung der Pläne zweifeln. Das war für Martin Kuster (VWG) Anlass, die Kreisverwaltung im Ausschuss für Kreisentwicklung um eine Stellungnahme zu bitten. Er wollte wissen, wie man den Schaden begrenzen kann. „Die Verlängerung der Landebahn kann man nicht zurücknehmen“, so Kuster. (…)

Rudolf Kretz-Manteuffel (FDP): Man soll aufhören, den Flughafen schlecht zu reden. Damit zielte er auf Gerd Drüten (SPD), der sagte: „Die Geschäftsführung könnte agiler sein, mehr möchte ich nicht sagen.“

>> Häfen-Kooperation stockt wegen Wesels Kaimauer <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 6. Juli 2011 (Auszüge):

Im Kreis-Entwicklungsausschuss kam die Gründung der Hafengesellschaft gestern ins Stocken. In nichtöffentlicher Sitzung blieb für den angestrebten Verbund von Hafen Emmelsum und Rhein-Lippe-Hafen mit dem Weseler Stadthafen dieser das Sorgenkind. Wie mehrfach berichtet, muss die Weseler Kaimauer teuer saniert werden. Die Rede ist von acht bis zehn Millionen Euro. Dass Betreiber Stadtwerke sich dabei finanziell einbringen will, reichte der Politik allein noch nicht. Sie sieht sich ohnehin in dem Dilemma, dass einerseits die Zeit drängt. Denn bis Ende September muss der Grunderwerb für die Hafengesllschaft gelaufen sein, um die ab Oktober höheren Steuern zu vermeiden. Andererseits sind viele Risiken zu beachten. Wesels Rat hat gestern fast parallel beschlossen, dass der Stadthafen in die Gesellschaft kommen soll.

Der Ausschuss fasste gestern keinen Beschluss darüber, was aus nicht mehr benötigten Flächen des Zweckverbandes Grunderwerb Colonia Ulpia Traiana wird. Dessen Aufgabe für den Archäologischen Park Xanten (APX) ist fast abgeschlossen. Deshalb soll er aufgelöst werden. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, dass der Kreis und die Stadt Xanten besagte Flächen, die auch die Seenlandschaft des Freizeitzentrums Xanten (FZX) betreffen, gemeinschaftlich übernehmen. Das fand die Politik nicht gut. (…)

Martin Kuster (VWG) war „die Vorlage zu dünn“. (…)  Im Kreisausschuss kommt morgen die Fortsetzung.

Auf verlorenem Posten standen Kück und Kuster zum wiederholten Male mit ihrer Dauerkritik am Flugplatz Schwarze Heide. Im Vorfeld von der VWG aufgebrachte Fragen, ob mit der Halbierung von Flächen nicht die wirtschaftlichen Potenziale zu Grabe getragen werden müssten, konterten CDU, SPD und FDP mit gegenteiligen Berichten und untermauerten die Investitionen. (…)