VWG: Stadtwerke im Kreis sollen kooperieren

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 17. August 2011:

Hatte zuletzt der Machtkampf zwischen Politik und Landrat das Geschehen im Kreistag bestimmt, so wünschen sich die Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) nach den Ferien eine Rückkehr zur Sacharbeit. Fraktionsvorsitzender Martin Kuster und Marianne Meylahn stellten gestern einige Schwerpunkte dafür vor. So schlagen die VWG eine Kooperation der Stadtwerke aus Wesel, Dinslaken und Moers vor. Die könne nach Vorbild der Trianel GmbH, die von 47 kommunalen Versorgern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gebildet wird, im Kreis durchaus funktionieren. Auch der Kreis könne Mitgesellschafter werden sowie private Partner. Letztere jedoch nicht als Mehrheitseigner, betonte Kuster, der außerdem eine Kooperation der Stadtwerke für den Ausbau des Breitbandnetzes ins Spiel bringt.

Hintergrund in Sachen schnelles Internet ist die frische Vorlage der Verwaltung für den Entwicklungsausschuss am 11. Oktober. Sie schlägt einen Breitbandzweckverband vor, der fremdfinanziert ein Netz aufbauen soll. Einen Zweckverband lehnen die VWG ab, weil er ihnen zu sehr auf Verwaltungen zugeschnitten zu sein scheint. Kuster und Meylahn halten das für „völlig falsch“ und eine Selbstständigkeit für besser, wie sie für die Hafengesellschaft angestrebt wird. Für die Stadtwerke der drei großen Städte Wesel, Dinslaken und Moers könnte dies das erste gemeinsame Projekt sein, sagen die VWG.

Nicht locker lassen wollen die VWG bei der Familienkarte. Sie fordern weiter die Einführung des Instruments, das Familien über mitwirkende Geschäfte einen Rabatt einräumt und Kommunen nichts kostet – außer Unterstützung bei der Ausgabe. 300 Unterschriften haben die VWG, in der kommenden Woche sammeln sie in Kamp-Lintfort und Hünxe. „Traurig“ sei es, so Kuster, dass ausgerechnet Moers, das sich als Einkaufsstadt brüstet, die Familienkarte ablehnt. Duisburg habe es begriffen: Die Stadt bindet Moerser Kaufkraft an sich, weil Moerser Familien die Duisburger Karte beantragen können. Bei der Kreis-SPD spüren die VWG zumindest Gesprächsbereitschaft.

>>Unabhängige Rentner gegen Doppelhaushalt<<

Rheinische Post Moers berichtet am 03.05.2011:

Moers. Auch nach der Ablehnung des Rates, in Moers eine Familienkarte einzuführen, will die Wählergemeinschaft „Unabhängige Rentner Moers“ bei dem Thema am Ball bleiben. Pressesprecherin Marianne Meylahn hofft, dass über den Kreistag das in Duisburg erfolgreiche Angebot auch in Moers installiert werden kann.
Den Moerser Doppelhaushalt für 2011 und 2012 wird Ratsmitglied Herbert Meylahn ablehnen. Es sei
„Kaffeesatzleserei“, heute schon die Einnahmen und Ausgaben für 2012 berechnen zu wollen. die Sparvorschläge gingen zu Lasten der Bürger.

>> Rentner-Gemeinschaft möchte die Familienkarte <<

Das Wochenmagazin Moers berichtet am 6. April 2011 (Auszüge):

Die Wählergemeinschaft „Unabhängige Rentner Moers“ hat am 11. November des letzten Jahres einen Antrag auf Einführung einer „Familienkarte“ in Moers durch ihr Ratsmitglied Herbert Meylahn gestellt.

„Leider hat die Verwaltung, in diesem Fall der Sozial- und Jugendhilfeausschuss, die Familienkarte für Moers abgelehnt“, so Herbert Meylahn. (…)

Meylahn:“ Wir sind dennoch der Auffassung, dass Familien mit Kindern jeden gesparten Euro gebrauchen können. Das kommt auch der Kommune zugute: Kaufkraft wird gebunden, Einzelhandel und Dienstleister erhalten eine gute Werbung.“

Meylahn weiter: „In den Nachbarstäditen Dusiburg, Krefeld, Düsseldorf und im Kreis Neuss ist die Familienkarte seit Jahren etabliert, die Sponsoren werden jedes Jahr mehr. Auch in Moers sind Sponsoren bereit, die Karte zu unterstützen.“ Michael Birr vom Stadtmarketing habe sich schon vor zwei Jahren in die Unterschriftenliste der Wählergemeinschaft eingetragen. Wer die Wählergemeinschaft unterstützten möchte, kann sie unter www.vwg-kreis-wesel.de/familienkarte informieren bzw. beteiligen.

>>Meylahn scheitert mit Antrag auf Familienkarte<<

Rheinische Post Moers berichtet am 01.04.2011:

Moers: Neben den sechs Fraktionen gehört auch ein „Einzelkämpfer“ zum Moerser Rat: Herbert Meylahn. Das Mitglied der Wählergemeinschaft „Unabhängige Rentner Moers“ machte jetzt auf sich aufmerksam. Er beantragte, eine Familienkarte in MOers einzuführen: Unterstützung für die Idee fand er aber weder in den Fachausschüssen noch im Hauptausschuss.
In Duisburg gibt es die „Familienkarte“ seit längerem. Die Karte kann unabhängig vom Einkommen beantragt werden. Der Antrag wird allen Eltern, in deren Haushalt Kinder unter 18 Jahren leben, zugeschickt. Über 24.000 Familien nutzen die Familienkarte. Eine Reihe von Einzelhandelsgeschäften aller Branchen beteiligt sich an der Aktion und gewährt den Inhabern der Familienkarte teilweise erhebliche Rabatte – häufig 10 Prozent, in Einzelfällen auch 25. Herbert Meylahn: „Wir können mit dieser Karte dem Moerser Einzelhandel helfen und gleichzeitig etwas für Familien tun. Die Karte bindet die Kaufkraft in Moers. Michael Birr vom Stadtmarketing unterstützt das Vorhaben.“ Es gebe auch keine Überschneidung mit der Ehrenamtskarte, da die Zielgruppen unterschiedlich seien. Wohl könne man Synergieeffekte für beide Angebote nutzen.

Auch nach der Ablehnung gibt Meylahn nicht auf. Im Hauptausschuss formulierte er einen Änderungsantrag: Moers sollte zumindest Modellkommune werden, wenn der Kreis Wesel die Familienkarte einführt.

>> Wir sind anders <<

Die Rheinische Post Moers berichtet am 8. November 2010 (Auszug):

Interview am Montag Der Vorstand der Wählergemeinschaft Unabhängige Rentner Moers erläuterte seine Schwerpunkte. Marianne Meylahn sagt, sie hatte keine andere Wahl, als die Freie Bürgergemeinschaft zu verlassen.

Moers. Der Vorstand der Wählergemeinschaft Unabhängige Rentner Moers war in der neuen Redaktion des Grafschafters am Neumarkt 13 zu Gast. Im Mittelpunkt des Gesprächs, das RP-Redaktionsleiter Dirk Möwius mit dem Team um den Vorsitzenden Herbert Meylahn führte, stand natürlich zunächst der Wechsel von Kreistagsmitglied Marianne Meylahn von der FBG zu den Unabhängigen Rentnern.

Frau Meylahn, der Austritt der Moerser FBG aus den Vereinigten Wählergemeinschaften im Kreis Wesel und Ihr Wechsel zu den Unabhängigen Rentnern hat für viel Wirbel gesorgt.

Marianne Meylahn: Ich war gern in der FBG und ich war immer loyal. Doch ich bin Kreistagsmitglied für die VWG. Als die FBG die Gemeinschaft verließ, hatte ich keine andere Wahl, als auszutreten. Ich halte diese Entscheidung der FBG auch weiterhin für falsch. Im Kreistag geht es auch um Moers. Man denke nur an den Schulentwicklungsplan und die Auswirkungen auf unsere Berufskollegs.

Aber Sie haben sich nicht nur als Moerser Interessensvertreterin gesehen?

Marianne Meylahn: Nein, das wäre auch falsch. Im Kreistag ist man für den ganzen Kreis verantwortlich. Das ist in den einzelnen Kommunen nicht immer leicht zu verstehen. Trotzdem ist natürlich meine Devise, soviel wie möglich für Moers heraus zu holen.

War denn wirklich nur die Entscheidung in Sachen Kreisumlage der Grund für den Austritt der FBG aus der VWG?

Marianne Meylahn: So ist die Begründung. Ich vermute allerdings, dass auch die Aufnahme der Wählergemeinschaft Unabhängige Rentner Moers eine Rolle gespielt hat. Die FBG war dagegen, die VWG haben klar erklärt, dass sie sich nicht erpressen lassen. In Dinslaken gibt es ja auch zwei Wählergemeinschaften, die beide Mitglied der VWG sind. Kurz vor der Sondersitzung gab es nun den Austritt der FBG. Trotzdem gab es den einstimmigen Beschluss für die Aufnahme der Unabhängigen Rentner. (…)