>> Kreis bereitet den Start der Familienkarte für 2013 vor <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 18. September 2012:

Zum 1. Juni 2013 und damit gut sechseinhalb Jahre nach dem ersten Antrag der Vereinigten Wählergemeinschaften könnte im Kreis Wesel die Familienkarte an den Start gehen. Sie soll Familien mit Kindern Vergünstigungen oder kostenlose Dienstleistungen bieten. Unternehmen, kommunale Einrichtungen und Vereine, die als Partner mitwirken, können neue Kunden binden und mit der Familienfreundlichkeit werben. Geplant ist, in den Städten Wesel, Dinslaken, Moers und Kamp-Lintfort zu beginnen. Der Kreisausschuss berät am Donnerstag, 20. September.

VWG verteidigt Familienkarte gegen FDP-Vorwürfe

Das Wochen-Magazin Moers veröffentlichte am 18. April 2012 folgenden Leserbrief des VWG-Fraktionsvorsitzenden Martin Kuster:

Die Behauptung von Herrn Dahms, die VWG-Kreistagsfraktion habe keine Finanzierungsvorschläge für die Familienkarte unterbreitet, ist falsch. Im Gegenteil hat sie Sparanträge gestellt, deren Volumen die Kosten einer kreisweiten Familienkarte um ein Vielfaches übertroffen hätten. Beispielsweise der Verzicht auf die überflüssige Subventionierung der Kreistierzüchterzentrale durch den Kreis mit über 200.000 Euro. Der Antrag wurde von der FDP-Kreistagsfraktion abgelehnt. Die FDP betreibt offenbar auch im Kreis Wesel lieber Klientel- als eine effektive Familienpolitik!
Die Behauptung, die Familienkarte nütze nur SGBII-Empfängern ist ebenfalls falsch. Durch Einbindung von Einzelhandel und Dienstleistungsunternehmen sollen ALLE Familien in den Genuss von Vergünstigungen kommen, wie es in zahlreichen Nachbarkommunen schon erfolgreich umgesetzt worden ist.
Glücklicherweise verstehen die mittelständischen Dienstleistungsbetriebe, auf die einst die FDP als Stammwähler setzen konnte, das Prinzip der Familienkarte und erkennen ihre Vorteile. Darum sind sie zu einer aktiven Unterstützung bereit, wie auf dem jüngsten Wirtschaftsforum der Stadt Xanten unter anderem die IHK Niederrhein deutlich machte.

>> 45.000 € für die mögliche Einführung einer Familienkarte <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 28. März 2012 (Auszug):

Im Kreis-Kulturausschuss wird erneut über den VWG-Antrag, die Kulturförderung um 10 000 Euro zu kürzen, gesprochen, um für 2013 möglicherweise zu anderen Regelungen zu kommen. Dies beschloss der Weseler Kreistag. Hintergrund ist die Finanzierung der regelmäßigen tariflichen Steigerungen beim Landestheater Burghofbühne. Für 2012 bleibt es zunächst im Etat beim vorgesehenen Ansatz. Mit Sperrvermerk eingestellt wurden 45 000 Euro für die mögliche Einführung einer Familienkarte. (…)

>> Familienkarte: Überwältigende Mehrheit im Kreistag <<

Der Lokalkompass berichtete am 23.03.2012:

Mit einer überwältigenden Mehrheit – allein die FDP stimmte dagegen – beschloss der    Kreistag jetzt, für 2012 im Haushalt einen Betrag von bis zu 45.000 Euro für die Einführung einer kreisweiten Familienkarte einzuplanen (wir berichteten). Voraussetzung für die Freigabe der Finanzmittel wird ein schlüssiges Konzept der Kreisverwaltung sein.

Die VWG-Kreistagsfraktion hatte den Antrag zur kreisweiten Einführung einer Familienkarte gestellt, mit der Eltern mit Kindern bis 18 Jahren zahlreiche Vergünstigungen und Angebote erhalten. „Im zweiten Anlauf besteht nun eine realistische Chance, dass der Antrag auf Einführung endlich in die Tat umgesetzt wird“, so Martin Kuster, Sprecher der Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) im Kreistag. „Natürlich ist die VWG-Kreistagsfraktion stolz darauf, dass ihre jahrelange Überzeugungsarbeit offenbar endlich Früchte trägt. Nicht geringer ist aber unsere Dankbarkeit. Vor allem gegenüber der großen Mehrheit der Kreistagsmitglieder, die dem Antrag der VWG ihre Zustimmung gegeben haben. Denn es ist alles andere als üblich, dass ein Parlament der kleinsten Fraktion den Erfolg eines Antrags gönnt. Dafür zollt die VWG-Kreistagsfraktion diesen Fraktionen ihren höchsten Respekt.“

Es bestehe nun Anlass zum Optimismus, aber längst nicht zur Euphorie: Vieles hänge jetzt vom Engagement und Geschick des Landrats ab, dem Kreistag einen realisierbaren Weg zur Umsetzung der Familienkarte aufzuzeigen.
Kuster: „Dieses dürfte eigentlich nicht schwer sein. Denn neben dem von der VWG vorgeschlagenen Modellprojekt gibt es die von der CDU-Kreistagsfraktion favorisierte Alternative, das Konzept der Stuttgarter Familienkarte zu übernehmen.“ Stuttgart hat eine elektronische Familienkarte eingeführt, mit der zum einen SGBII-beziehende Familien unbürokratisch Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabegesetz erhalten, darüber hinaus aber auch alle Familien mit dieser Karte Vergünstigungen im Einzelhandel und in der Dienstleistungsbranche erhalten können. „Dieser Synergieeffekt bedeutet eine deutliche Kostenreduzierung bei der Einführung einer kreisweiten Familienkarte.“ Die VWG-Kreistagsfraktion ist bereit, die Kreisverwaltung bei der Erstellung eines tragfähigen Konzepts für die Einführung der Familienkarte tatkräftig zu unterstützen.