>> Noch ein Hindernis <<

Die WAZ Bottrop veröffentlichte am 20. April folgenden Kommentar von Norbert Jänecke zum Landeplatz Schwarze Heide, gegen dessen Landebahnverlängerung als Millionengrab sich die VWG mit hohem Engagement, aber leider erfolglos eingesetzt hatte (siehe vwg-kreistag-wesel.de/?s=schwarze+heide) :

„Einfacher wird es gewiss nicht werden, das Gewerbegebiet am Flugplatz Schwarze Heide erfolgreich an den Markt zu bringen. Selbstverständlich ist es hinderlich, dass dort demnächst eine Firma wieder Sand ausgraben darf.
Das ist nun wahrlich keine neue Erkenntnis. Schließlich hatte uach die Stadt dies lange so gesehen. Weshalb hätte sie sonst mit der Firma Euroquarz den befristeten Verzicht auf Auskiesung aushandeln sollen? Der Vertrag mit der Firma diente dazu, die Vermarktungschancen für das Terrain am Flugplatz zu verbessern. Das gab die Stadt ihren Kritikern ja schriftlich.
Die Auskiesung schadet indes nicht allein. Auch die Reservierung fürs flugaffine Gewerbe hat sich als Hindernis erwiesen. Es gibt in allen Ratsparteien Zweifel daran, dass Firmen aus der Flugzeugbranche sich für die Schwarze Heide interessieren. Daran dürfte auch die neue Vermarktungsstudie kaum etwas ändern.“

>> Appell des Kreisdirektors: Mitmachen bei Familienkarte <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 27. April 2012 (Auszug):

„Ich wünsche mir, dass möglichst viele Geschäfte, Betriebe und Einrichtungen sich an der geplanten Familienkarte des Kreises Wesel beteiligen. Wenn es uns gelingt, kreisweit 100 bis 130 Partner zu gewinnen, wird uns die Politik sicherlich grünes Licht zur Einführung geben. Deshalb meine Bitte: Mitmachen bei der Familienkarte“, appelliert Kreisdirektor Ralf Berensmeier an mögliche Partner.

In dieser Woche sind kreisweit mehr als 8000 potenzielle Partner mit dieser Bitte angeschrieben worden. Bekanntlich hatte der Kreisausschuss im Dezember die Vorbereitung zur möglichen Einführung der Familienkarte beschlossen.

Eine Vorabfrage des Kreises im Weseler und Dinslakener Einzelhandel hatte damals gezeigt, dass sich viele Geschäftsinhaber bereiterklärten, die Familienkarte mit Vergünstigungen zu unterstützen.

Von 60 befragten Einzelhändlern konnten sich 30 spontan vorstellen, sich an der Familienkarte zu beteiligen. Davon wiederum benannte gut die Hälfte bereits ein konkretes Angebot. Nicht befragt wurden seinerzeit Handwerksbetriebe, die gerade im Bereich Dienstleistungen Möglichkeiten haben, Vergünstigungen zu gewähren. (…)

Anmerkung: Nach mehrjährigem Engagement, nach der Sammlung von über 600 Unterschriften und durch viele Verhandlungen mit den anderen Fraktionen ist die VWG-Kreistagsfraktion ihrem Ziel zum Greifen nahe gekommen, dass ihr Antrag auf Einführung einer kreisweiten Familienkarte endlich Wirklichkeit wird. Darum können wir uns dem Appell des Kreisdirektors nur anschließen!

>> „Die Perle verliert ihren Glanz“ <<

Die NRZ Dinslaken berichtet am 27. März 2013 (Auszüge):

André Hümpel, Geschäftsführer Flugplatz Schwarze Heide, blickte in der Sitzung des Hünxer Rates im Februar diesen Jahres optimistisch nach vorn. Zu optimistisch, meint die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) (…).

Schon allein, dass André Hümpel in der Region fünf Millionen potenzielle Kunden sehe, überzeuge nicht. „Wenn er davon in den letzten Jahren nur 0,1 Prozent generiert hätte, würde der Verkehrsplatz vermutlich lange schwarze Zahlen schreiben“, so Heinz Lindekamp.

Auch die von Andre Hümpel angesprochenen 300 Reisemaschinen zwischen 2,1 und 5,7 Tonnen, die 2012 auf der Schwarzen Heide gelandet seien, seien zu hinterfragen, bei der Stationierung eines Flugzeuges dieser Klasse auf dem Flugplatz und, wie es in Hünxe zu beobachten sei, bei im Schnitt drei Starts und Landungen in der Woche.

Nach Ansicht der MIT werde zu wenig getan, um auf dem für „viele Millionen Euro“ ausgebauten Flugplatz zum Verkehrslandeplatz internationalen, gewerblichen Flugverkehr anzusiedeln.  (…)

Stutzig macht die MIT, dass jüngst „innerhalb des Flugplatzgeländes ein großes Areal gleich neben dem bestehenden Ausbaubetrieb eingezäunt und die letzte Einfahrt von der Landebahn zur Rollbahn und ein Stück weiter gleich das Ende der Rollbahn komplett abgesperrt wurde.“ Scheinbar soll auch auf dem Flugplatzgelände im Tagebau ausgekiest werden.  (…)

Eines steht derzeit jedenfalls für die MIT fest: „Die Perle verliert ihren Glanz.“

ANMERKUNG DER VWG-KREISTAGSFRAKTION:
Wir haben schon seit Jahren vehement darauf hingewiesen, dass der Ausbau des Flugplatzes eine finanzielle Katastrophe und ein Millionengrab werden wird. Die Erkenntnis der MIT als Flügel der CDU kommt leider zu spät…
Beiträge aus dem Archiv über unseren langjährigen politischen Widestand gegen das Millionengrab Schwarze Heide: hier klicken!

>>… es bleiben Probleme <<

Die NRZ Dinslaken berichtet am 16. März 2013 (Auszüge):

Wesel baut seine Rolle als Kreisstadt weiter aus. Der Kreistag beschloss den Bau der neuen Kreisleitstelle an der Jülicher Straße gegenüber dem Kreishaus mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen. Auch der Doppelhaushalt wurde verabschiedet. (…)

Gleichwohl sahen die Politiker, dass die Situation der Kommunen sich nicht grundlegend verbessert habe. (…)

Die FDP sprach von Verschwendung und mangelndem Sparwillen und lehnte den Doppelhaushalt wie angekündigt ab. Die VWG enthielt sich angesichts „vieler Unwägbarkeiten“. (…)anzeige-maerz-2013-ja-nein

>> Doppelhaushalt beschlossen <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 18. März 2013 (Auszüge):

Der Kreistag hat den Doppelhaushalt 2013 / 2014 mit breiter Mehrheit bei fünf Gegenstimmen (FDP) und drei Enthaltungen (VWG) beschlossen. (…)

Heinz Dams (FDP) kritisierte, dass Landrat Dr. Ansgar Müller nicht alle Sparmöglichkeiten ausgeschöpft habe, Beispiel Kreisleitstelle. Martin Kuster (VWG) schloss sich der Kritik an: „Der Doppelhaushalt gaukelt den Kommunen eine Sicherheit vor, die es nicht gibt.“