Kreisdirektor Berensmeier wirbt bei Dienstleitungsunternehmen und beim Einzelhandel für die Beteiligung als Partner an einer kreisweiten Familienkarte, die von der VWG-Kreistagsfraktion beantragt wurde und eine große Mehrheit im Kreistag fand:
Kategorie: Aktuelles
UWG und VWG: Brandschutz als Alibi für 80-Millionen-Neubau?
Die Wählergemeinschaften UWG Moers und die VWG-Kreistagsfraktion zeigten sich überrascht, als sie ohne Vorwarnung der Presse entnehmen mussten, dass in der Hilde-Heidemann-Schule kein ausreichender Brandschutz bestehe. Kurz nachdem im Kreistag die sogenannte Campus-Lösung durch CDU, SPD und Grüne als teure Alternative zur Sanierung der bestehenden Berufskollegs beschlossen wurde, weise ausgerechnet die Hilde-Heinemann-Schule an der Repelener Straße, die ihren Standort ganz zufällig in unmittelbarer Nähe des Berufskollegs Technik hat, das bekanntlich dem rund 80-Millionen-Euro teuren Berufsschulzentrum weichen soll, akute Brandschutzmängel auf, so Marianne Meylahn, Sprecherin der UWG.
„Man könnte auf den Gedanken kommen, dass die Hilde-Heidemann-Schule nun auch baufällig erklärt werden soll, weil das Grundstück für den Neubau des Campus benötigt wird. Gab es doch vor nicht langer Zeit in Moers eine angeblich akute Brandschutzgefährdung mit nicht zu behebenden Baumängeln, die zum Abriss des Sportzentrums Rheinkamp führte“, so Martin Kuster, Vorsitzender der VWG-Kreistagsfraktion. Hintergrund: Nachdem sich hier im nachhinein heraus stellte, dass offenbar die Mängel nicht in dieser Dimension vorhanden waren, kam es zu einem Abwahlverfahren gegen Bürgermeister Ballhaus, weil die Fehleinschätzung des von diesem in Auftrag gegebenen Vauth-Gutachtens zu enormen Mehrkosten für den unnötigen Neubau führte. UWG und VWG: Brandschutz als Alibi für 80-Millionen-Neubau? weiterlesen
>> Größenwahn: 100 Millionen Euro für einen Schulneubau, den keiner will <<
Die beschlossene Steuerverschwendung Neubau Berufskolleg alias „Campus“ hat sogar bis nach Berlin Wellen geschlagen. So berichten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten darüber (Artikel vom 9. April 2013 – Auszug):
Der Landkreis Wesel plant die Zusammenlegung dreier Berufskollegs. Die alten Standorte werden dazu abgerissen, sodass gewachsene Schulstrukturen zerstört werden. Der neue Standort muss für 100 Millionen Euro komplett neu errichtet werden. Dieses Geld fehlt bei der Schulausstattung. Die Eltern werden nicht gehört – und sind empört.
SPD, CDU und Grüne haben im Kreistag des Kreises Wesel in Nordrhein-Westfalen beschlossen, drei bisher örtlich getrennte Berufskollegs an einem gemeinsamen Standort zu vereinen. Im Zuge dieser Umstrukturierung sollen zwei bestehende Kollegs abgerissen werden.
Martin Kuster, Fraktionschef der Vereinigten Wählergemeinschaft (VWG) im Kreistag, hält dies für einen klaren Fall von Steuerverschwendung. Denn unter anderem werde mit dem Abriss Vermögen des Kreises im Wert von 20 Millionen Euro vernichtet.
Es sei nach dem Motto verfahren worden, „man braucht etwas Neues, Tolles, Großes“, sagte Kuster den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Dabei komme es bei einem Kolleg weniger auf die Bauhülle, als vielmehr auf die technische Ausstattung an. (…)
Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/09/groessenwahn-100-millionen-euro-fuer-einen-schulneubau-den-keiner-will/comment-page-1/#comment-133993
„Steuerverschwendung durch Kolleg-Abriss verhindern“
In einer gemeinsamen Presseerklärung stellten die beiden Wählergemeinschaften UWG Moers und VWG Kreis Wesel ihre politischen Schwerpunkte der kommenden Monate vor. „Ein wichtiges Ziel wird sein, doch noch die Vermögensvernichtung und Steuerverschwendung des Kreises durch den Abriss des Mercator-Kollegs und frisch sanierten Technik-Kollegs zu verhindern“, so Martin Kuster, Vorstandsmitglied und Fraktionsvorsitzender der VWG. Mit vernünftiger Berufsbildungspolitik habe das geplante 4.800 Schüler umfassende, rund 80 Millionen Euro teure neue Berufskolleg nichts zu tun. „Der Gutachter gab zu, dass pädagogische Aspekte nur mit 12 Prozent in die Bewertung der Alternativen einflossen, das ist absurd!“, so Kuster. Marianne Meylahn (UWG) kritisiert, dass funktionierende Schulstrukturen unnötig zerstört würden und eine hohe Anonymität angesichts eines so großen Schulzentrums zu befürchten sei. „Steuerverschwendung durch Kolleg-Abriss verhindern“ weiterlesen
VWG-Fraktion spricht sich im Kreistag für Erhalt der Moerser Berufskollegs aus
In der Kreistagssitzung am 14. März hielt VWG-Fraktionsvorsitzender Martin Kuster folgende Grundsatzrede zur Schulstandortentwicklung:
Stell dir vor, es ist Wahljahr, und die Volksvertreter gehen dennoch verantwortungsvoll und nachhaltig mit unserem Volksvermögen um. Eine Vision, die sich im Kreis Wesel dank CDU, SPD und Grüne offenbar mal wieder nicht erfüllen wird. Zwei Gebäude, die in ihrer Substanz und ihrem Funktionsumfang völlig in Ordnung sind, ja teilweise sogar vor nur wenigen Jahren aufwändig saniert und modernisiert wurden, sollen nun ohne Not der Abrissbirne zum Opfer fallen.
Was motiviert die Befürworter im Kreistag zu dieser Steuerverschwendung? Ich behaupte: Damit sie sich vor der Kommunalwahl im kommenden Jahr stolz auf einer Baustelle mit einem Spaten in der Hand vor den Kameras präsentieren können nach dem altbewährten Politiker-Motto: Ich baue, also bin ich!
Dumm nur, dass dieses Foto den Steuerzahlern rund 80 Millionen, im schlimmsten Fall sogar bis zu 100 Millionen Euro kosten wird.
Dumm nur, dass mit dem Abriss der bestehenden Berufskolleg-Gebäude in Moers Kreisvermögen im Wert von aktuell bis zu 20 Millionen Euro dem Erdboden gleichgemacht wird.
Dumm nur, dass der unnötige Bau eines neuen Berufskollegzentrums überhaupt nichts mit moderner Bildungspolitik zu tun hat. VWG-Fraktion spricht sich im Kreistag für Erhalt der Moerser Berufskollegs aus weiterlesen
