Stellungnahme zu SPD-Äußerungen

Am 27. Mai 2015 wurde die Verwaltung vom zuständigen Fachausschuss mit Änderungen an einem zu beschließenden Integrationskonzept beauftragt. Daraufhin beantragte unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Martin Kuster in dieser Ausschusssitzung, noch keine Abstimmung darüber vorzunehmen, weil der Kreistag ohnehin noch über die Endfassung abzustimmen hatte. Seinem Antrag folgte der Ausschuss mehrheitlich. Die SPD-Kreistagsfraktion griff allerdings Martin Kuster in einem kurz darauf veröffentlichten Artikel auf ihrer Homepage mit folgendem Wortlaut persönlich an:

„Auf dem Rücken von Migranten, Flüchtlingen und den für sie sich engagierenden Ehrenamtlern jetzt politische Kinderspielereien anzufangen, werde der Sache in keiner Weise gerecht, unterstrich der Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss, Jürgen Preuß. Und das sei lediglich der Verirrung eines einzigen VWG-Vertreters zu verdanken, der sich offensichtlich in der Sache nicht kundig gemacht hat.“

Zu diesen diffamierenden Äußerungen gab Martin Kuster in der Kreistagssitzung folgende Stellungnahme ab:

„Dass der Artikel mit dieser Textpassage lediglich auf der Homepage der SPD-Kreistagsfraktion zu lesen ist, kann nur zwei Gründe haben, liebe Genossinnen und Genossen: Entweder fehlte Ihnen der Mut, einen solchen unsachlichen Text den lokalen Medien zu übermitteln, was durchaus nachvollziehbar wäre. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich die Lokalredaktionen weigerten diese niveaulose Pressemitteilung zu veröffentlichen.

Die SPD-Kreistagsfraktion mag nun in ihrem sich abzeichnenden braven Landratsgehorsam dazu übergangen sein, noch nicht vorliegende Endfassungen von Beschlussvorlagen bereits von vornehinein abzunicken. Dies ist selbstverständlich allein Ihre politische Entscheidung. Jedoch ist Ihre über das Internet verbreitete Behauptung absoluter Nonsens, es sei politische Kinderspielerei auf den Rücken von Flüchtlingen, wenn ich im Fachausschuss eine bewährte Praxis einfordere – nämlich das bislang übliche Verfahren, bei einem mehrheitlich beschlossenen Änderungsauftrag über die dann überarbeitete Vorlage erst im Kreistag abschließend abstimmen zu lassen. Einen solchen haltlosen persönlichen Angriff lasse ich darum hiermit nicht unkommentiert stehen.

Ebenfalls völlig unhaltbar ist Ihre Behauptung, meine Positionierung im Fachausschuss sei das Resultat der Verirrung eines einzigen an Sachkunde mangelnden Kreistagsmitglieds. Gerade weil sich die FDP/VWG-Kreistagsfraktion intensiv mit dem Integrationskonzept auseinander gesetzt hat, fordern wir eine Überarbeitung bis spätestens 2017 und können dem aktuellen Konzept nicht zustimmen. Die Kreisverwaltung ist mit ihren zahlreich eingerichteten Koordinierungsstellen und dem ausreichenden fachlich versiertem Personal in der Lage, interkommunale Fachgespräche zu Integrationsfragen zu organisieren. Mit dem Integrationszentrum ist darum völlig unnötig eine kostspielige Doppelstruktur aufgebaut worden. Dass dieses Gremium, wie Sie, Herr Maas, im Fachausschuss zugeben mussten, trotz dreifacher Stellenausschreibungen aufgrund ausgebliebener Bewerbungen immer noch nicht vollständig besetzt werden konnte, spricht für sich. Die für diese Doppelstruktur aufgebrachten sechsstelligen Finanzmittel wären zur Unterstützung der Integrationsarbeit der Kommunen und ehrenamtlichen Initiativen vor Ort erheblich besser angelegt.

Weil die nun vorliegende Endfassung dank der Anregung der CDU-Kreistagsfraktion nicht mehr eine automatisierte Fortsetzung dieses Konzepts nach 2017 suggeriert und damit offen bleibt für eine notwendige Neuausrichtung, wird sich die FDP/VWG-Kreistagsfraktion zu diesem Punkt enthalten.“

Neues Logo

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 23. Juni 2015 (Auszüge):

Dass der Kreis Wesel Bestandteil des Niederrheins ist, sollte klar sein. CDU, Grüne und FDP/VWG stellen bedauernd fest, dass das Gegenteil der Fall ist. Denn aus dem Logo des Kreises soll der Zusatz „am Niederrhein“ gestrichen werden. „So hat es Landrat Dr. Ansgar Müller festgelegt. Ohne Anhörung der Politik. Erst recht ohne Beteiligung der Bürger“, kritisiert Frank Berger (CDU) (…)
Heinz Dams (FDP) erinnert daran, dass die Kopfweide per Bürgervorschlag bei der Neuordnung ins Wappen kam. Das Bündnis wolle das von der Verwaltung vorgelegte Logo als Interimslösung akzeptieren, beantrage aber einen Ideenwettbewerb, um sich danach für eine endgültige Gestaltung zu entscheiden.

FDP/VWG-Fraktion besichtigt Handwerkliches Bildungszentrum

Die Fraktionsmitglieder der FDP/VWG-Kreistagsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Heinz Dams und Stellvertretenden Vorsitzenden Martin Kuster haben das Handwerkliche Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Wesel am 22.04.2015 besichtigt. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Josef Lettgen und der Leiter des HBZ Ulrich Kruchen haben die Gruppe empfangen. Unter der gemeinsamen Führung konnten sich die Gäste einen Eindruck vor Ort von der überbetrieblichen Ausbildung innerhalb der innungseigenen Ausbildungswerkstätten verschaffen. Die überbetriebliche Unterweisung ist ein wichtiger Baustein im Dualen System der Berufsbildung in Deutschland. Sie sichert die gleichmäßig hohe Qualität der Ausbildung jedes Berufes im Handwerk, unabhängig von der Ausbildungsleistungsfähigkeit des einzelnen Handwerksbetriebes.

Der Werkstattleiter der 500 qm großen Tischlerwerkstatt, Peter Lindenbeck, zeigte eindrucksvoll, wie seine Auszubildenden im 1. Lehrjahr dem Holz mit dem Hobel zu Leibe rücken, um daraus passgenaue, anspruchsvolle Stücke zu entwickeln. Die Azubis werden hier über die handwerklichen Fähigkeiten an die elektronische Anlagentechnik herangeführt. Die Maschinenausstattung entspricht dem modernsten Stand der Technik. Erfreulich war zu sehen, dass auch eine Vielzahl an Damen am Hobel standen.

Weiter ging es in die Ausbildungsräume der Innung Sanitär-Heizung-Klima. Hier wurde die Komplexität und die Vielseitigkeit dargestellt, welche die Auszubildenden in dieser Berufsgruppe erwartet. Standards wie Wartungsarbeiten an Heizungskesseln sowie komplette Badplanungen von der Kundenberatung über die Detailplanung am Rechner bis hin zur Installation und Zusammenführung aller Gewerke verlangen den Auszubildenden ein großes Maß an Vielseitigkeit ab.

Neben der Räumen der KFZ Innung konnten sich die Gruppe auch ein Bild von der Friseur- und Metallinnung machen. Das Sägen, Feilen und Schweißen gehört zu dem Grundlehrgang in der Metallinnung. Die jeweiligen Werkstattleiter mit Ihren Auszubildenden zeigten sich alle hochmotiviert und berichteten gerne von ihren Schulungen und dem jeweiligen Lernstatus.
Auf Nachfrage berichteten die Werkstattleiter, dass entgegen der allgemeinen Medienberichte und weitverbreitenden Meinung, das Handwerk doch einen großen Zuspruch und Zulauf erfährt. Aufgrund geringerer Verdienstmöglichkeiten nach der Ausbildung (z. B. Tischlergeselle) im Vergleich z. B. zur IT-Branche, bestehe hier noch ein erhebliches Nachbesserungspotential.

FDP/VWG weiter für RVR-Austritt

Die NRZ Wesel berichtet am 16. April 2015 (Auszüge):

„Nach dem Austritt ist vor dem Austritt“, sagt Martin Kuster und macht damit deutlich: Seine Kreistagsfraktion von FDP/VWG will weiterhin fest entschlossen darauf hinarbeiten, dass der Kreis Wesel den Regionalverband Ruhr (RVR) verlässt. Der dort vorherrschende Blickwinkel von der Metropole Ruhr und dem Umland als quasi regeneratives Beiwerk empfinden er und sein FDP-Kollege Heinz Dams als diskriminierend. (…)

Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-wesel-hamminkeln-und-schermbeck/fdp-vwg-weiter-fuer-rvr-austritt-aimp-id10568893.html#plx1528832358

Bündnis sieht keinen Grund für Wehklagen

Die NRZ Wesel berichtet am 15. April 2015 (Auszüge):

Martin Kuster ist „stolz, aber nicht überheblich“. Hubert Kück genießt noch im Nachhinein eine „ausgesprochen schöne Sitzung“. Den beiden Kreispolitikern von FDP/VWG und Grünen ist die Zufriedenheit ebenso anzusehen, wie ihrem Bündnispartner Frank Berger (CDU). Nach der denkwürdigen jüngsten Sitzung des Kreistages mit einer nicht erwarteten Umlage-Entlastung für die Kommunen des Kreises Wesel hätten sie positive Resonanz erfahren, sagen die Drei – von Nichtpolitikern und Nichtverwaltungsleuten.  (…)

Stolz ist Kuster, weil es dem Bündnis gelungen sei, mit überzeugenden Positionen seine Linie eines „anderen Denkens“ erfolgreich umzusetzen. Nicht einfach draufsatteln, sondern Lösungen finden, um „mit dem Geld auszukommen, das da ist“, lautet das Credo. Die Bürger honorierten das, weil sie keine Politik auf Pump der nachfolgenden Generationen wollten.

Die drei Politiker äußern den Eindruck, dass es innerhalb der SPD-Fraktion teils intern verursachte Informationsdefizite und Unmut gebe. Aber man wolle keine Energie darauf verwenden, „die SPD aus ihrer Isolation herauszuholen“, so Kuster, sondern diese lieber dem Landrat widmen. Repräsentieren könne er gut, aber das sei zu wenig. „Wir müssen ihm deutlich machen, wo seine Aufgaben liegen. Unsere Mehrheit dafür ist groß genug.“ (…)

Den vollständigen Artikel finden Sie hier:
http://www.derwesten.de/region/niederrhein/buendnis-sieht-keinen-grund-fuer-wehklagen-aimp-id10565020.html#plx1629687538