Die Rheinische Post Xanten berichtet am 5. Juli 2011:
Die Diskussion um effizienten Hochwasserschutz über den „Bypass“ genannten Nordkanal kann jetzt auch im Düsseldorfer Landtag geführt werden. Hans-Peter Feldmann (FBI Xanten) und Martin Kuster, Fraktionsvorsitzender Wählergemeinschaften im Kreistag (VWG), haben ihre Dokumentation zum Thema zusammengestelltund an die vier SPD-Landtagsabgeordneten im Kreis Wesel geschickt.
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, der CDU-Vorsitzende Norbert Röttgen und Regierungspräsidentin Anne Lütkes erhielten ebenfall die Dokumentation.
Im April informierten sich Norbert Meeesters, Andre STinka, Wolfgang Roth und Ibrahim Yetim bei Feldmann und Kuster übe das von der Hochwasserschutz-Initiative (HWS) verfolgte Projekt „Nordkanal“. Der Kanal soll – „weil wir nicht immer höhere Deiche bauen können“ – im Ernstfall die befürchteten Hochwassermengen ableiten und ansonsten eine wirtschaftlich nutzbare Wasserstraße sein.
Für die Abgeordneten war die Information so wichtig, dass sie um eine umfassende Dokumentation für die Diskussion im Landtag baten. Das Projekt „Nordkanal“ ist die Forsetzung des Albertkanals in Belgien als wirtschaftlich nutzbare Wasserstraße zum Rhein bei Neuss.
Im Zuge der Fertigstellung der Dokumentation stieß Feldmann auf zwei Informationen, die diese Projektierung realistisch machen: „Inzwischen steht fest, dass der sogenannte Eiserne Rhein als Schienenverbindung nach Antwerpen nicht mehr realisiert werden soll. Außerdem plant Frankreich einen neuen Verbindungskanal nach Antwerpen von der Seine aus. Damit lässt sich auch der Nordkanal vernetzen, was wirtschaftlich ebenfall ein Anreiz ist.“
Für Feldmann und Kuster ist das Projekt eine europäische Aufgabe und interdisziplinär dazu. Feldmann: „Hier kommen die Aspekte der Wasserwirtschaft, der Logistik und Ökologie und der Hochwasserschutz mit dem Bestandsschutz für die Bewohner entlang des Rheins zusammen.“ Bisher habe der Niederrhein beim Hochwasser „nur Glück gehabt“. „Das ist hier wie russisch Roulette.“ Der Einsatz sei ein Schadenspotenzial „von immerhin 200 Milliarden Euro“. Eine Alternative zum Kanal gebe es nicht. Das bisher verfolgte Konzept „Mehr Raum für den Fluss“ funktioniere nicht. Feldmann: „Die Rhein-Oberlieger müssten diesen Ausdehnungsraum zur Verfügung stellen.“ Wie sie daovn nicht profitierten, täten sies nicht.
Die Dokumentation steht auch im Internet: www.nr-feldmann.de.